Heilpflanze: antibakteriell, antiallergisch, entzündungshemmend

Baumpfingstrose

Paeonia suffruticosa Andrews · auch: Pfingstrose, Baum-

Kulturpflanze schwach giftig
9 Fotos

Erläuterung

Veredelungsstelle muss 12 cm tief in der Erde sein.

Portrait

 

Stauden–, Strauch-, Baum-Pfingstrose ?

Im Gegensatz zu den Staudenpfingstrosen, die jedes Jahr im Herbst oberirdisch absterben und im darauffolgenden Frühjahr aus ihrem knolligen Wurzelstock wieder austreiben, treiben Baumpfingstrosen (=Strauchpfingstrosen) aus ihrem verholzten Stamm und aus bodennahen Stammknospen aus.
Da man die Bezeichnungen Strauchpfingstrose und Staudenpfingstrose leicht verwechselt, verwenden wir als deutsche Bezeichnung „Baumpfingstrose“.

 

Über die Baumpfingstrose

Die natürliche Heimat der Baumpfingstrose (Paeonia suffruticosa) ist China, wo der Hauptlebensraum der Wildform das Hochgebirge ist. Sie ist deshalb – im Unterschied zur ebenfalls strauchbildenden Lutea-Gruppe - sehr widerstandsfähig. Aus diesem Grund war und ist die Baumpfingstrose (Paeonia suffruticosa) sowohl in China als auch in Japan, Amerika, Australien und Europa ein beliebtes Zuchtobjekt der GärtnerInnen. Ihre Kulturformen und ihre Hybriden (Kreuzungen) sind wie die der Rokii-Hybriden weltweit in den Gärten anzutreffen.

Baumpfingstrosen sind durch ihren 1,5 – 2 m hohen, malerischen Wuchs und durch ihre großen Blüten sehr auffällig und bewundernswert. Während ihrer Blütezeit werden sie der Höhepunkt in Ihrem Garten sein und vielleicht zu einem Pfingstrosenfest inspirieren!

  • In Luoyang, China, werden bereits seit über tausend Jahren Pfingstrosen als Heilpflanzen (krampflösende Wirkung der Wurzelrinde) und als Zierpflanzen angebaut und gezüchtet. Jedes Frühjahr wird zu Ehren der Pfingstrose, die inzwischen zur Nationalblume Chinas avancierte, ein wochenlanges Pfingstrosenfest gefeiert. Ihre Nationalblume symbolisiert für die Chinesen Glück und Reichtum.

 

Was ist bei der Pflanzung von Baumpfingstrosen zu beachten?

 

  • Baumpfingstrosen gedeihen in einem leicht saueren, humosen Gartenboden, der keinesfalls staunass sein darf, sondern einen guten Wasserabzug aufweisen sollte. Eventuell kiesigen Sand in den Boden der geräumigen Pflanzgrube einarbeiten!
  •  Die ideale Pflanzzeit für Baumpfingstrosen ist anfangs Oktober. Ihr Wurzelwachstum startet in diesen Wochen noch einmal durch.
  • Falls Sie die Pflanzen wurzelnackt erworben haben, pflanzen Sie sie bitte so tief, dass die gut erkennbare Veredelungsstelle, also die Stelle an der Wurzel, an der das Stämmchen herauswächst, 12 cm mit Erde bedeckt ist. So kann es ebenfalls eigene Wurzeln bilden und lebt weiter, auch wenn die ursprüngliche Versorgerwurzel abgestorben sein wird.
  • Als Containerpflanzen können Baumpfingstrosen während der ganzen Vegetationszeit gepflanzt werden.
  • Baumpfingstrosen lieben einen etwas windgeschützten Gartenplatz in der Sonne oder im Halbschatten.
  • Wenn Ihre Pflanzen im zeitigen Frühjahr eine nicht zu üppige Naturdüngergabe erhalten, erfreuen sie Sie während ihrer Blütezeit von Mitte Mai – Mitte Juni mit ihren traumhaften Blüten, denn Baumpfingstrosen des Typs Paeonia suffruticosa sind robust und sehr langlebig. Sie werden bis zu 60 Jahre alt... Und: Pflanzen Sie diese Königinnen an einen Ort, wo Sie sie gut betrachten können!

 

Baumpfingstrosen im Winter

  • Normale Winter überstehen sie problemlos, jedoch sollten sie vor zu viel Wintersonne und vor allem vor drückender Schneelast geschützt werden. Am besten schützt man sie bereits im Spätherbst mit Fichtenzweigen, die, bevor der Boden zufriert, gut in den Boden gesteckt und über der Pflanze zusammengebunden werden. Zweige von großen Pflanzen vorher leicht zusammenbinden.

 

Baumpfingstrosen im Frühjahr

  • Frost (Nachtfrost!) während des Austriebs kann die Pflanze schädigen. Rechtzeitig mit einem Vlies oder Jutesack bzw. mit einer Strohmatte schützen!
  • Verdorrte Äste entfernen.

 

Baumpfingstrosen als Heilmittel

Die Wurzel der als Zierpflanze beliebten Baumpfingstrose (= Strauchpfingstrose) ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin ein wichtiges Heilmittel. Sie wird als antibakteriell, antiallergisch, entzündungshemmend, schmerzstillend, blutdruksenkend und beruhigend angesehen.

Die rohe Wurzel wird gegen „Hitze im Blut“ verwendet.

Zur Blutstillung nimmt man die Wurzel in gerösteter, verkohlter Form.
 

🌿

Traditionelle Heilkunde

Zum Heilkunde-Bereich →

Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

antibakteriell (Wurzel) TCM
antiallergisch (Wurzel) TCM
entzündungshemmend (Wurzel) TCM
schmerzlindernd (Wurzel) TCM
blutdrucksenkend (Wurzel) TCM
beruhigend (Wurzel) TCM

Andere Namen

Strauch-PfingstrosenBaumpäonienChinesische Pfingstrose

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeGartenWochenendgartenZierpflanze
Vorkommen LebensraumGärtenVerbreitungWeltweit
Blütenfarbe gelbrosaweißrot
Blütezeit Frühsommer | JuniVollfrühling | Mai
Wuchsform Strauch

Aussaat & Pflege

full spring

Jungpflanzen

Steckbrief

Familie
Paeoniaceae
Gattung
Paeonia
Ordnung
Saxifragales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Scrub in mountains. Cliffs at elevations around 300 metres.
Essbarkeit
★☆☆☆☆
Heilwirkung
★★☆☆☆

Anbau & Pflege

Landscape Uses:Border, Foundation, Seashore, Specimen. Requires a deep rich soil, preferably neutral or slightly alkaline, doing quite well in sun or light shade. Prefers a limy soil and a sheltered position. Plants are tolerant of a wide range of soil conditions, but will not survive if the soil becomes waterlogged or is too dry. This species is lime tolerant. Plants grown on sandy soils tend to produce more leaves and less flowers, whilst those growing on clay take longer to become established but produce better blooms. Hardy to about -20°c, plants do better in the north of Britain than they do in the south and are generally best if given an open northerly aspect. Plants come into growth early in the year and are then subject to damage by late frosts, they are therefore best sited in a position that is shaded from the early morning sun. The branches are brittle and very subject to wind damage, especially when young. There is some confusion over the name of this species, Chinese botanists believing that it was based on a cultivar. They do not recognise this name, instead raising to specific status two of its sub-species as P. rockii (Haw.&Lauener.) Hong.&Li. and P. jishanensis Hong.&W.Z.Zhao (syn P. spontanea (Rehder.) Hong.&W.Z.Zhao.). Most modern treatments no longer recognise this as a separate species, though some people use the name to house the large number of garden forms of tree peonies that have been developed over the centuries. A very ornamental plant, there are many named varieties. It grows best in areas with long hot summers and requires an airy position because it is very subject to fungal attack. Plants in this genus are notably susceptible to honey fungus. The flowers of some forms of this species are pleasantly scented. Scented forms include 'Flora', 'Fragrans Maxima', 'Kimpai' and 'Kokuho'. Members of this genus are rarely if ever troubled by browsing deer or rabbits. A very greedy plant inhibiting the growth of nearby plants, especially legumes. The plant does not really need much pruning apart from removing dead or diseased stems. It is, however, very tolerant of pruning and can be cut right back to ground level if it requires rejuvenation. Strongly resents root disturbance, taking some time to recover after being divided. Peony species are usually self-fertile, though they will also hybridise with other species if these flower nearby at the same time. Plants take 4 - 5 years to flower from seed. They generally breed true from seed. Cultivated in China as a medicinal plant. Special Features:Attractive foliage, Naturalizing, Suitable for cut flowers, Suitable for dried flowers, Fragrant flowers.
Vermehrung: Seed - best sown as soon as it is ripe in a cold frame. When sown fresh, the seed produces a root about 6 weeks after sowing with shoots formed in the spring. Stored seed is much slower, it should be sown as soon as possible in a cold frame but may take 18 months or more to germinate. The roots are very sensitive to disturbance, so many growers allow the seedlings to remain in their pots for 2 growing seasons before potting them up. This allows a better root system to develop that is more resilient to disturbance. If following this practice, make sure you sow the seed thinly, and give regular liquid feeds in the growing season to ensure the plants are well fed. We usually prick out the seedlings into individual pots as soon as they are large enough to handle, and then grow them on in a cold frame for at least two growing seasons before planting them out when they are in growth in the spring[K].

Essbare Verwendung

Edible Parts: Flowers Edible Uses: Flowers - cooked. The fallen flower petals are parboiled and sweetened for a teatime delicacy, or cooked in various dishes.

Weitere Nutzung

Fuel The stems are used as firewood. The plant is quite slow growing so could not really be seen as a source of fuel[K].

Verbreitung

Heimisch: China (Xinjiang, Yunnan); South Korea [I]; Japan [I]; Bhutan [I]; Vietnam [I], China Southeast, NO Eingeführt: AM, China South-Central, Inner Mongolia, Italy, Korea, NO, SE, TW

Alternative deutsche Namen

Strauch-Pfingstrose
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren