Geranien

Pelargonium · auch: Pelargonien

Kulturpflanze
18 Fotos

Beschreibung

Es hat sich eingebürgert, bestimmte formenreiche Arten der Pflanzengattung „Pelargonien“ als „Geranien“ zu bezeichnen.

Ihre aus Südafrika mitgebrachten balkonfreundlichen Eigenschaften, bei viel direkter Sonne und einer gewissen Trockenheit „zur vollen Blüte aufzulaufen“, brachten sie in den Rang der beliebtesten und am meisten verwendeten Balkonpflanzen. Mitgebracht haben sie auch ihre Eigenschaft, mit Ausnahme von Südeuropa, dem europäischen Winter zu erliegen. Sie stellen folglich einen wichtigen wirtschaftlichen Faktor des europaweiten Pflanzenhandels dar! 

Neuerdings spielen einige Pelargonien-Arten auch in der Medizin eine Rolle. Aus den Wurzeln von 'Pelargonium sidoides', einer zartblühenden Art, die als ganzjährige Zimmerpflanze mit Sommeraufenthalt im Freien gehalten werden kann, wird das Medikament Umckaloabo hergestellt, das zur Behandlung akuter Bronchitis bei Kindern ab einem Jahr und Erwachsenen zugelassen ist.

Erläuterung

Wie das geht? H i e r wird's verraten.

Portrait

Nach wie vor macht es vielen Menschen Spaß, so wie in alten Zeiten gerade Geranien selbst zu vermehren

und sich für diesen Zweck bei FreundInnen einen Steckling einer besonders hübschen, gesunden Pflanze zu erbitten. Sei es eine Stehende -, Hängende -, Englische – oder Duftblatt-Geranie …

Der Volksmund sagt zwar, dass die gestohlenen „Pelzer“ (=Steckling) besser wurzeln als die erbetenen! Ein Körnchen Wahrheit ist an diesem Ausspruch, denn man soll Stecklinge, bevor sie in die Erde kommen, etwas antrocknen lassen. Und genau das passiert in der Zeit zwischen dem Aufenthalt des Stecklings in der Jackentasche und dem des Blumentopfs!

  • Gut bewurzeln sich Stecklinge, wenn man dann noch bedenkt, dass
    • die Pflanze, von der der Steckling genommen wird, in ihrer Vegetationsphase ist: März – Mitte August.
    • Der Steckling soll nicht länger als 10 cm sein.
    • Wichtig: Die untersten Blätter und eventuell vorhandene Blütenknospen werden abgekniffen. Ebenso der Stängel am Stängelende knapp unterhalb des letzten Blattknotens.
    • Es genügt, wenn der Steckling die oberen 2 – 3 Blätter behält.
    • Den Steckling mit dem untersten, entblätterten Blattknoten in die mit Sand gestreckte Blumenerde stecken.
    • Die Erde mit den Fingern zum Stängel hin drücken.
    • Gut angießen und in der folgenden Zeit spärlich gießen.
    • Den Topf bei ca. 20° hell, aber, bis sich neues Wachstum zeigt, nicht in der prallen Sonne aufstellen.
    • Wenn sich nach einiger Zeit (3 bis 8 Wochen) - o, Freude! – neues Wachstum zeigt, wird dieses – o, Schmerz! - durch Abkneifen eingekürzt. Das muss sein, denn dadurch verzweigt sich der Stängel und die Pflanze wächst buschiger.

Geranien überwintern

Geranien sind eigentlich mehrjährig und lassen sich, abgesehen von einer möglichen Blattlausinvasion, problemlos überwintern, wenn sie zwischen 5° und 15° stehen dürfen.

  • Alte stehende Geraniensorten möchten 5° - 10°,
  • die neuen stehenden Sorten mit ihren oft gefüllten Blüten in wunderschönen Farben, Englische Geranien und Duftblatt-Geranien werden wärmer, bei 15°, überwintert. So werden sie von Pilzerkrankungen verschont.

Vor dem Einräumen werden Geranien bis auf 20 cm zurückgeschnitten.

Während des Winters spärlich gießen! Die Wassergaben während dieser Ruhephase werden der geringen Blattmasse der zurückgeschnittenen Geranien angepasst.

 

 

Geranien aufwecken

Damit überwinterte Balkongeranien (= Pelargonien) ab dem Frühsommer wieder kräftig blühen, möchten sie Ende Februar bis Mitte März zurückgeschnitten und „durchgeputzt“ werden, d.h. alles Kranke, Dürre und alle Wassertriebe werden entfernt.

Die Stehenden Geranien und die Englischen Geranien („Edelpelargonien“) werden bis auf 4 Augen zurückgeschnitten, die Hängenden und die Duftblattgeranien lässt man etwas länger.

Nach dem Rückschnitt kann umgetopft werden. Der Topf muss – mit Ausnahme von Jungpflanzen - nicht unbedingt größer genommen werden. Bei umgetopften Geranien erst nach ca. 3 Wochen mit der Düngung beginnen. Bis dorthin haben sich die Pflanzen bereits gut eingewurzelt.

Wer die Geranien nicht in neue Pflanzerde umtopft, beginnt Ende März mit ihrer regelmäßigen Düngung.

Auch stellt man dann die Töpfe etwas wärmer und hell bzw. sonnig auf und lüftet immer wieder.

Sobald es die Tagestemperaturen erlauben, „härtet“ man die Pflanzen ab und gönnt ihnen Luft- und Sonnenbäder. Sollte die Nachttemperatur auf unter +5° sinken, müssen die Pfleglinge wieder hereingeholt werden.

Normalerweise dürfen die eigenen, abgehärteten Pflanzen früher draußen bleiben als die gekauften, im Glashaus herangezogenen. Diese kommen erst nach den Eisheiligen Pankratius, Servatius, Bonifazius und Sophia, also nach dem 15. Mai, bleibend ins Freie:

„Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi.
Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie.
Und die Kalte Sophie macht alles hie (= kaputt).“

 

Andere Namen

Geranien

Merkmale

Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

full spring

ganze Pflanze

early summer

Stecklinge

midsummer

Stecklinge

late summer

alle oberirdischen Teile

late autumn

ganze Pflanze

early spring

Zweige

first spring

ganze Pflanze

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Geraniaceae
Gattung
Pelargonium
Ordnung
Geraniales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Dry cliffs and rocky slopes.
Essbarkeit
★☆☆☆☆
Heilwirkung
★☆☆☆☆

Anbau & Pflege

Requires a light well-drained neutral to alkaline soil in a sunny position. Plants require dry conditions, especially in the winter. Plants are not very hardy in Britain, they generally require greenhouse protection but might succeed outdoors when grown in a very sheltered warm spot in the mildest parts of the country. They can also be grown in containers that are placed outdoors in the summer and then brought into the greenhouse or conservatory for the winter. The plants need to be kept fairly dry in the winter. Very tolerant of pruning, they can be cut right down to the base in the autumn when bringing them back indoors, or in the spring to encourage lots of fresh growth.
Vermehrung: Seed - best sown as soon as it is ripe in a greenhouse. Stored seed should be sown in early spring in a greenhouse. The seed germinates best with a minimum temperature of 13°c, germination usually taking place within 2 weeks though it sometimes takes some months. Prick out the seedlings into individual pots when they are large enough to handle and grow them on in the greenhouse for at least their first winter. If trying them outdoors, plant them out in early summer and consider giving them extra protection during the winter. Cuttings succeed at almost any time in the growing season but early summer is the best time in order for the new plant to become established before winter.

Essbare Verwendung

Buds and young leaves - raw or cooked. An acid sorrel-like flavour, they are added to salads or used in soups, stews etc.

Weitere Nutzung

None known

Verbreitung

Heimisch: NO
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren