Wildfind
Sauerteig selber machen
Sauerteig ist das älteste Teiglockerungsmittel der Welt. Wie beim Ur-Roggenbrot heute noch erfahrbar, kann man ohne Hefe, also ausschließlich mit Sauerteig als Treibmittel, Brot backen.
Zutaten
- 200.00 g Mehl — Roggen oder Dinkel oder Weizen, fein gemahlen
- 200.00 g Schrot — Roggen oder Dinkel oder Weizen, geschrotet. So haben die Sauerteigkulturen kontinuierlich etwas zu knabbern!! Wer selber mahlt, verstellt während des Schrotens ( = grobes Mahlen) fließend die Feinheitsgrade.
- 400.00 ml Trinkwasser — 35° warm
- 6.00 EL Naturjoghurt — mit noch lebenden Kulturen. - Es geht auch ohne Joghurt, aber langsamer und Verderbnis anfälliger.
Rezept online
Zubereitung
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So entsteht Sauerteig: Die Zutaten in ein Gefäß aus Glas oder Porzellan bzw. Keramik geben und so verrühren, dass kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Das Gefäß darf dabei nur zur Hälfte gefüllt sein, denn der Sauerteig dehnt sich während der Gärung aus. Das Gefäß so abdecken, dass die entstehenden Gase entweichen können (das Gefäß könnte sonst explodieren), die Mücken sollten jedoch keinen Zutritt haben: Deckel lose auflegen oder Öffnung mittels Tuch und Gummiband verschließen etc. Das Sauerteig-Gefäß für zwei bis drei Tage an einen 30° bis 35° warmen Ort stellen. Wichtig: Jeweils nach 12 Stunden gründlich durchrühren. In so einem Lieblingsklima beginnt der Teig rasch zu gären, viele Gärungsbläschen zu bilden und sich mindestens auf sein doppeltes Volumen auszudehnen! Fertig und in vollem Umfang einsatzbereit ist der Sauerteig , wenn er sein volles Volumen erreicht hat und zusammenzusacken beginnt. Man erkennt das u. a. an einem leichten, dünnen Ablagerungsstreifen, der sich in der Höhe des Sauerteigs am Gefäßrand zu bilden beginnt . Wird der Sauerteig nicht sogleich verwendet, kommt er in den Kühlschrank, wo er noch ein wenig weitergärt, dann aber aufgrund der Kälte stoppt. Erst Wärme und Futter (untergemengtes handwarmes Wasser und Mehl ) aktivieren ihn wieder. ✶ Für jene, die keine Getreidemühle besitzen: Sowohl Roggenschrot als auch Weizenschrot bzw. Dinkelschrot können kiloweise gekauft und nicht nur zur Sauerteigherstellung, sondern auch zum Brotbacken verwendet werden.
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Backpraxis Als Sauerteig-Vorrat bewahrt man sich stets gehäufte 3 Esslöffel puren Sauerteig in einem verschlossenem Gefäß im Kühlschrank auf, wo er sich ca. 10 Tage frisch hält. Das Gefäß jedoch nur zu zwei Drittel anfüllen, denn der Sauerteig dehnt sich oft noch ein wenig aus. Der Sauerteig-Vorrat lässt sich bei Bedarf einige Stunden vor seiner Backverwendung sehr einfach auf eine größere Menge "anfüttern" (= vermehren) , indem man ihn mit gleich viel Mehl wie handwarmes Wasser verrührt und, je nach Menge, für 8 - 12 Stunden lose zugedeckt bei 30° Wärme stehen lässt. Die Menge der Anfütterung der 3 Esslöffel Sauerteig mit Mehl und Wasser kann man mit wenig oder mehr variabel handhaben. Wichtig ist, dass jeweils gleich viel Mehl wie Wasser dazukommt. Nach 8 bis 12-stündigem, warmem Gären: Der neue Sauerteig ist verwendungsbereit! 3 gehäufte Esslöffel davon bewahrt man sich jedoch wieder als Sauerteigschatz im Kühlschrank auf - für die nächste Vermehrung! Der restliche Sauerteig kann in das Backrezept eingearbeitet werden und seine Funktionen erfüllen. ✶ Nützliche Links: Sauerteig vermehren Sauerteig aufbewahren Sauerteig: Pulver statt Teig