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Vorfrühling · Hochsommer · Spätherbst

Tinkturen, Kräuterbitter u. -liköre, Grundrezepte

  Als "Tinkturen" werden volksmedizinische und schulmedizinische Pflanzenauszüge mit hochprozentigem Alkohol bezeichnet. Auch der sogenannte "Heilschnaps"  (Kräuterschnaps) zählt dazu.

Zutaten

  • 200.00 g getrocknete Pflanzenteile — oder 250 g angewelkte
  • 1.00 Liter hochprozentiger Alkohol — mindestens 38 %; Korn, Wodka oder Selbstgebrannter.
  • 1.00 Schraubglas
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Zubereitung

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Grundrezept für Tinkturen Zerkleinerte, eventuell gemörserte Pflanzenteile zusammen mit dem Alkohol in das Schraubglas füllen. Etwas unsanft, aber möglich: Für eine schnelle und effektive Tinkturenherstellung werden die Pflanzenteile jetzt mit dem Alkohol fein gemixt. Die Ausziehzeit verkürzt sich dadurch auf 1 Woche. Glas verschließen und dunkel ( Ausnahmen : Arnika , Johanniskraut , Blutwurz sonnig stellen) bei Zimmertemperatur (20° - 25°) ein bis drei Wochen stehen lassen. Die Dauer hängt von der Auszugstemperatur, der Konsistenz und der Größe der Pflanzenteile ab: Je wärmer der Auszug erfolgt und je feiner zerkleinert (evtl. gemixt) das Pflanzenmaterial ist, desto kürzer ist die Auszugsdauer. Täglich 1x gründlich schütteln, um die Wirkstoffe aus dem Pflanzenmaterial zu lösen. Durch einen Kaffeefilter abfiltern und in Schraubflaschen füllen. Beschriften: Inhalt, Datum Dunkel lagern. Haltbarkeit der Heilkraft: bis zu 2 Jahre ✶ Eine Auszugsflüssigkeit für Einnahme-Tinkturen ohne Trinkalkohol erhält man, indem man Glycerin mit abgekochtem Wasser mischt, und zwar 7 Teile Glycerin aus der Apotheke + 3 Teile abgekochtes Wasser. Beispiel: Man benötigt 300 g Auszugsflüssigkeit. Also mischt man 210 g Glycerin mit 90 g Wasser.
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Anwendung und Dosierung von Tinkturen Äußerlich: Tinktur – oft mit Wasser verdünnt - auf die betroffene Körperstelle auftragen, einziehen lassen. Anschließend ein hautfreundliches Öl wie Ringelblumenöl , Johanniskrautöl , Pappelöl , Mandelöl darauf verteilen. Innerlich: Erwachsene : Täglich ein- bis dreimal 3 – 40 Tropfen Tinktur, verdünnt mit etwas Wasser, 30 Minuten vor dem Essen langsam trinken, dabei den gesamten Mundraum benetzen. Kinder zwischen zwei und zehn Jahren : Täglich 3mal 1 Tropfen. Nach ärztlicher Rücksprache bei akuten Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen, Durchfall usw. soll die jeweilige Tinktur, z.B. Blutwurztinktur , Alanttinktur , Kamillentinktur, Tinktur aus Wurzeln der Bibernelle, Ringelblumentinktur, Mädesüßtinktur , Schafgarbentinktur, Meisterwurztinktur, Baldriantinktur ... eingenommen werden, bis die Symptome verschwinden, bei chronischen Beschwerden (z.B. Nervosität, leichte Formen von Depression, Herzschwäche. Arteriosklerosevorbeugung…) 3 Monate lang. Nach einer dreiwöchigen Pause kann die Einnahme gegebenenfalls fortgesetzt werden. Bitte beachten Sie die Angaben bei den einzelnen Wildfind-Tinkturen-Rezepten!
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Rezepte für selbstgemachte Tinkturen: