Keimsprossen machen
Keimung macht ungiftige, keimfähige Samen für den Energiehaushalt des menschlichen Körpers verwertbar. Mehr dazu finden Sie h i e r !
So bringt man Samen zum Keimen
Der Keimvorgang, der auch für die aufgelisteten Samen zutrifft, wird am Beispiel der Gerste geschildert. Uns interessieren die frischen Keimlinge für den Rohverzehr (auch als „Sprossen“ bzw. “Keimsprossen“ bezeichnet), um in den Genuss des vollen Samen-Kraftpaketes zu kommen. Dazu genügen Schraubgläser und kleine Hilfsmittel. Gerste keimt leicht. Sie wird z. B. in großem Ausmaß kurz angekeimt, um Malz für Bier, Kaffee und Backmalz daraus herzustellen. Möchte man Mälzen selbst versuchen, wird man auch im Privathaushalt gerne
- eine größere Menge angekeimter Gerste erzeugen, was kein Problem darstellt, wenn man sich an die Schraubglas-Anleitung hält, aber für eine größere Menge Körner kein Schraubglas, sondern eine Auflaufform o. ä. verwendet, das Spülen der keimenden Körner mit Hilfe eines großen, feinmaschigen Küchensiebes bewerkstelligt. Als Keimorte eignen sich u. a. der Küchenkasten und das ausgeschaltete Backrohr. Die Keimdauer für die Malzherstellung beträgt ca. 48 Stunden, vom Einweichen weg gerechnet.
Zutaten
- 1.00 Tasse Gerste
- 1.00 Schraubglas
- 1.00 Stück Gaze
- 1.00 Gummiringerl
- 1.00 Wäscheklammer
- 1.00 Schüssel
Zubereitung
- 1.00 Tasse Gerste — keimfähige Körner
- 1.00 Schraubglas — Größe: Die Körner sollen max. ein Viertel des Glases einnehmen
- 1.00 Stück Gaze
- 1.00 Gummiringerl
- 1.00 Wäscheklammer
- 1.00 Schüssel
Um den Schimmelpilzen keine Chance zu lassen, verletzte Samen aussortieren und mehrere Stoffstückchen bereitlegen, damit sie täglich gewechselt werden können.
Körner gründlich waschen, in 4 Tassen Trinkwasser 8 Stunden einweichen, dazu in den Kühlschrank stellen.
Gründlich abseihen (Das Einweichwasser von Getreidearten ist verzehrgeeignet.), durchspülen.
Körner in das Glas füllen, Glas mit luftigem Stoff und Gummiringerl verschließen.
Wäscheklammer teilen und beide Hälften in eine Schüssel legen.
Glas mit der Öffnung nach unten daraufstellen, sodass Luft im Glas zirkulieren kann.
Keimort: dunkel, 22° warm, aber nicht stickig; praktisch: Nähe Spüle
Pflege: Samen in einem Sieb morgens und abends mit 22° warmem Wasser gründlich spülen, denn der Samen benötigt einerseits Feuchtigkeit, anderseits müssen Fäulnis- und Schimmelgefahr beseitigt werden. Abgetropft, aber nicht trocken, wieder einfüllen und aufstellen. Glas und Tuch täglich wechseln.
Ernte: Bereits sobald die Wurzel gleich lang wie das Korn ist, die Keimblätter noch geschlossen sind, können die Keimsprossen verzehrt werden. Möchte man / frau noch dazu in den Genuss von Chlorophyll kommen, ist jetzt der Zeitpunkt gegeben, die Keimsprossengärtnerei für einige Stunden in die Helligkeit zu verlagern.