Pappelöl

für 1 Schraubglas
1 Portionen
Kochmodus

Pappelöl ist ein großer Schatz für die Hausapotheke!

 

Wozu wird das Öl verwendet?

Das Pappelöl besitzt wundheilungsfördernde, entzündungshemmende, schmerzlindernde, abschwellende, antiseptische und antioxidative Eigenschafen. Es ist ein großer Schatz in jeder Hausapotheke! Diesen Schatz selbst zu erzeugen ist ein spannendes Erlebnis.

 

Wie wird das Pappelöl angewendet?

  • Man kann es direkt auf die betroffenen Körperstellen auftragen.
  • Es ist heilwirkende Grundlage für Pappelsalben  und feinen Pappelcremes. Das hautfreundliche Harz der Pappelknospen löst sich in Öl, darum kann man bei Salben und Cremes, die mit Pappelknospen zubereitet werden,  von „Balsamen“ sprechen. 

Anwendungsgebiete

  • Es wird für Mensch und Tier direkt angewendet bei
    • oberflächlichen Hautverletzungen
    • Entzündungen
    • Schwellungen
    • Schmerzenden Gelenken
    • Gicht
    • Hämorrhoiden am Anfangsstadium
    • Verbrennungen
    • Sonnenbrand
    • Frostbeulen
    • Abszessen
    • Juckenden Hautausschlägen
    • Fieberblasen
    • Haarausfall

Anwendungsbeschränkungen
Gelegentlich verursacht die äußere Anwendung von Pappelknospenprodukten allergische Hautreaktionen.
Wenn Sie an einer Allergie gegen Salicylate (z.B. Aspirin), Propolis oder Perubalsam leiden, sollten Sie auf die Anwendung verzichten.

 

Welche Pflanzenteile welcher Pappel werden wann gesammelt?

  • Im Erstfrühling werden die harzenden, aromatischen Knospen – sie enthalten auch Propolis – gesammelt, und zwar bevor sie sich öffnen!
  • Für ein medizinisch wirksames Öl eigenen sich die Knospen folgender europäischen Pappeln:

Wo kann ich Pappelknospen kaufen?

In der Apotheke. Aber man muss dran bleiben! ;)
Dazu eine kurze, wahre Begebenheit, die sich am 23.01.2015 in einer Apotheke einer bayrischen Stadt abspielt: "Haben wir nicht. Ich glaube nicht, dass ein Großhändler so was Exotisches führt!" , war die Antwort, als ich nach Pappelknospen fragte.  E x o t i s c h e s ? Ich musste schmunzeln, denn Pappeln wachsen beinahe vor der Haustüre. Sie warf dann doch einen Blick in ihren Computer: Wird doch angeboten! "Ich bestell Sie Ihnen zu einem Sonderpreis, Mindestabnahme 100 g zu € 12.-" "Sehr nett, danke. Ich warte einen Monat, dann kann ich selber sammeln. Ich benötige nämlich nur 20 g!" 

 

Zutaten

  • 1.00 Schraubglas
  • 1.00 halbes Schraubglas Pappelknospen
  • 1.00 halbes Schraubglas Öl in Bioqualität
  • 1.00 Kochgefäß
  • 1.00 Filter
  • 1.00 Kanne mit Ausguss
  • 1.00 Trichter
  • 1.00 Glasflasche mit Schraubverschluss
  • 1.00 Etikett

Zubereitung

1
So wird das Pappelöl gemacht:
Zutaten
  • 1.00 Schraubglas das etwas größer ist als die gewünschten Ölmenge.
  • 1.00 halbes Schraubglas Pappelknospen angewelkte oder getrocknete Knospen.
  • 1.00 halbes Schraubglas Öl in Bioqualität hautfreundlich und hitzeverträglich, z.B. Sonnenblumenöl, Sesamöl, Olivenöl, Jojobaöl
  • 1.00 Kochgefäß Stahltopf
  • 1.00 Filter mehrere Möglichkeiten: Kaffeefilter, Teefilter oder ein Sieb, in das ein Stück Gaze bzw. Nylongewebe / Strumpfhose (saugt sich nicht mit dem wertvollen Öl an) gelegt wurde.
  • 1.00 Kanne mit Ausguss
  • 1.00 Trichter
  • 1.00 Glasflasche mit Schraubverschluss
  • 1.00 Etikett Tipp: Gläser beschriften

Pappelknospen kleinschneiden und das Schraubglas zur Hälfte damit locker füllen.

So viel Öl dazugeben, dass die Pflanzenteile davon gut bedeckt sind. Sie sollen darin schwimmen können.

  • Wer sich das Kleinschneiden sparen möchte, füllt die ganzen Pappelknospen zusammen mit dem Öl in ein Schraubglas und mixt mit einem Stabmixer.

Schraubdeckel fest zudrehen, sodass das Glas wasserdicht verschlossen ist.

Glas in den Kochtopf stellen. So viel Wasser in den Kochtopf geben, dass das Glas schwimmt.

Wasser zum Kochen bringen und die Temperatur für 2 Minuten halten. So werden eventuell vorkommende unerwünschte Mikroorganismen auf dem Erntegut unschädlich gemacht.

Temperatur absenken und während 40 Minuten bei 55°halten, dabei das Glas dann und wann schütteln. 

Herdplatte ausschalten, Topf + Glas darauf stehen lassen, bis sie kalt sind.

Zum leichteren Abfiltern noch einmal kurz erwärmen. In eine Kanne mit Ausguss filtern.

Mit Hilfe eines Trichters in eine Glasflasche abfüllen.

Beschriften mit Inhalt und Datum. Kühl und dunkel aufbewahren.

Pflanzen in diesem Rezept

#Fermentierung#Tipp
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