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Kleine Braunelle

Prunella vulgaris · auch: Braunelle, Kleine-

7 Fotos

Verwendete Pflanzenteile

Vor der Blüte geerntet schmeckt die Kleine Braunelle durch einen geringeren Gehalt an Gerbstoffen weniger herb.

Portrait

Die Kleine Braunelle ist eine immergrüne, ausdauernde, nieder bleibende, vermehrungsfreudige Pflanze. Sie vermehrt sich über Samen, bildet aber auch zahlreiche wurzelnde oberirdische Ausläufer aus, mit denen sie sich zusätzlich vegetativ vermehrt. Die Blütenstängel werden 5 bis 30 cm groß, im Trittrasen bleiben sie nieder. - 

Rasen-BarfußgeherInnen Achtung: Die Kleine Braunelle ist ein trittfester Bodendecker, der sich gerne im Rasen ansiedelt. Bienen, die im Sommer oft wenig Nahrung finden, fliegen die Brunellen, wie die Kl. Braunellen auch bezeichnet werden, fleißig an! 

 

Die Kleine Brunelle ist auch für den Menschen essbar. Roh werden die grünen Pflanzenteile vor der Blüte gesammelt, was, da wintergrün, als Notnahrung interessant ist. Sie ist da auch eine schmackhafte Salatbeigabe!
Sobald die Kleine Brunelle blüht, reichert sie sich mit Gerbstoffen stark an, was ihre volksmedizinische Anwendung bei Halsschmerzen und Fieberblasen erklärt.
Ihr Gehalt an Rosmarinsäure macht sie für die Kosmetikindustrie und auch für die Küche interessant: Getrocknet kann sie als Gewürz verwendet werden; sinnvoll in einem Kräutersalz.

 

Weitere Infos über medizinische Anwendungen, u.a. "Zubereitungen aus der Fruchtähre sind bei Mäusen immunsuppressiv" finden Sie hier.

Erntekalender

alle oberirdischen Teile early spring gekocht essbar

Vor der Blüte geerntet schmeckt die Kleine Braunelle durch einen geringeren Gehalt an Gerbstoffen weniger herb.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

adstringierend (alle oberirdischen Teile) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Phenolsäuren Sekundär
Polyphenole Sekundär
Saponine Sekundär
Tannine Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Flavanole
Kohlenhydrate
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Organische Säuren
Polysaccharide
Rosmarinsäure
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Phenolsäuren

Phenolsäuren (Phenolcarbonsäuren) sind aromatische chemische Verbindungen, wichtige Gruppen sind die Hydroxybenzoesäuren und Hydroxyzimtsäuren. Damit sind sie Phenole und aufgrund ihrer Carboxygruppe auch Carbonsäuren.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Saponine

Saponine sind Glycoside von Steroiden, Steroidalkaloiden oder Triterpenen. Sie kommen in den Wurzeln, Knollen, Blättern, Blüten und Samen höherer Pflanzen vor. Sie ergeben beim Schütteln mit Wasser oft einen seifenartigen Schaum. Saponine dienen Pflanzen wahrscheinlich als Defensivstoffe, beispielsweise gegen Pilzbefall. Der Mensch hat Saponine historisch als Expektorans verwendet.

Tannine

Die Tannine sind pflanzliche Gerbstoffe, die in einigen bedecktsamigen Stauden, Sträuchern, Baumblättern und anderen Pflanzenteilen besonders der Tropen und Subtropen weit verbreitet sind und von pflanzenfressenden Säugetieren aufgenommen werden. Diese Verbindungen haben eine molare Masse von 300–5000 g/mol. Als Monomer tritt häufig die Gallussäure und die Ellagsäure auf.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Flavanole

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Polysaccharide

Polysaccharide sind Kohlenhydrate, in denen eine große Anzahl Monosaccharide (Einfachzucker) über eine glycosidische Bindung verbunden sind. Es handelt sich um Biopolymere aus mindestens elf Monosaccharideinheiten oder mit statistischer Molekülgrößenverteilung. Beispiele für Polysaccharide sind Glycogen, Stärke, Pektine, Chitin, Callose und Cellulose. Polysaccharide spielen für Pflanzen und Tiere eine wichtige Rolle als Schleimstoffe, Reservestoffe und Nährstoffe. Sie sind zum Beispiel in Getreidekörnern und Kartoffeln vorzufinden. Pflanzliche Zellwände bestehen zu über 50 % aus Cellulose und Hemicellulose, letztere ist ein Gemisch aus Polysacchariden, das eine stützende Funktion in der Zellwand übernimmt.

Rosmarinsäure

Rosmarinsäure ist der Trivialname einer im Pflanzenreich weit verbreiteten Phenylacrylsäure. Chemisch gesehen ist es der Ester der Kaffeesäure mit 3-(3,4-Dihydroxyphenyl)-milchsäure.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Halsschmerzen Volksheilkunde
Die Kleine Braunelle wird in der Volksheilkunde traditionell als Gurgellösung bei Halsschmerzen eingesetzt, da ihr adstringierende und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben werden.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Fieberblase Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt die Kleine Braunelle als hilfreich bei Fieberblase, da sie antivirale und wundheilungsfördernde Wirkungen haben soll und äußerlich angewendet wird.
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Aphthen Volksheilkunde
Die Kleine Braunelle wird traditionell bei Aphthen im Mund verwendet, da ihr entzündungshemmende und desinfizierend wirkende Eigenschaften zugeschrieben werden.
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Tee für Spülungen

Hilft bei

Andere Namen

Gewöhnliche BraunelleBrunelleKleine Brunelle

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat BlattgemüseKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit EntsaftenGenussnahrungKochenLagernNotnahrungRohkostTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelTechnische NutzungKosmetikAnbaueignungBalkongartenBienenweideBlumenwieseBodendeckerDachbegrünungGartenGrabbepflanzungKübelbepflanzungleicht zu ziehenRasenblüherRasenersatzSchmetterlingspflanzeWochenendgartenzum Verwildern geeignetZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenFlachlandGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumMagerweidenMagerwiesenBergwiesenBöschungenBrachlandDämmeFeldränderFeuchtwiesenGärtenParkrasenPflasterritzenSchuttplätzeSteinhaufenStreuobstwiesenStreuwiesenTrockenrasenTrockenwiesenWegränderWeingärtenVerbreitungWeltweit
Blütenfarbe violett
Blütezeit Frühsommer | JuniFrühherbst | SeptemberHochsommer | JuliVollfrühling | MaiFrühherbst | SeptemberHochsommer | JuliVollherbst | OktoberSpätsommer | AugustFrühsommer | JuniSpätsommer | August
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Nachbarn im Garten

Gute Nachbarn:

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Steckbrief

Familie
Lamiaceae
Gattung
Prunella
Ordnung
Lamiales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Waste ground, grassland, woodland edges etc, usually on basic and neutral soils.
Essbarkeit
★★☆☆☆
Heilwirkung
★★★☆☆
Licht
5/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
6/10
pH-Wert pH 5.4 – 8

Anbau & Pflege

Thrives in any damp soil, in full sun or in light shade. Plants are apt to become troublesome weeds in turf that is at all damp. Self heal is a good plant for growing in the spring meadow.
Vermehrung: Seed - sow in mid spring in a cold frame. When they are large enough to handle, prick the seedlings out into individual pots and plant them out in the summer. If you have sufficient seed then it can be sown outdoors in situ in mid to late spring. Division in spring or autumn. Very easy, larger divisions can be planted out direct into their permanent positions. We have found that it is better to pot up the smaller divisions and grow them on in light shade in a cold frame until they are well established before planting them out in late spring or early summer.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Leaves Edible Uses: Drink Leaves - raw or cooked. They can be used in salads, soups, stews etc. Somewhat bitter due to the presence of tannin in the leaves, though this can be removed by washing the leaves. A cold water infusion of the freshly chopped or dried and powdered leaves is used as a refreshing beverage. Very tasty.

Weitere Nutzung

Dye An olive-green dye is obtained from the flowers and stems. The plant is a good ground-cover in sunny positions or light shade.

Verbreitung

Heimisch: Afghanistan, Alabama, Alaska, Albania, Alberta, Aleutian Is., Algeria, Altay, Amur, Arizona, Arkansas, Assam, Austria, Azores, Baleares, Baltic States, Belarus, Belgium, British Columbia, Bulgaria, Buryatiya, California, Canary Is., Cape Verde, Central European Russia, China North-Central, China South-Central, China Southeast, Colorado, Connecticut, Corse, Costa Rica, Cyprus, Czechia-Slovakia, Delaware, Denmark, District of Columbia, Dominican Republic, East Aegean Is., East European Russia, East Himalaya, Finland, Florida, France, Føroyar, Georgia, Germany, Great Britain, Greece, Guatemala, Hainan, Haiti, Hungary, Iceland, Idaho, Illinois, India, Indiana, Inner Mongolia, Iowa, Iran, Iraq, Ireland, Irkutsk, Italy, Jamaica, Japan, Kamchatka, Kansas, Kazakhstan, Kentucky, Khabarovsk, Kirgizstan, Korea, Krasnoyarsk, Kriti, Krym, Kuril Is., Labrador, Lebanon-Syria, Tresfjord Eingeführt: Amsterdam-St.Paul Is., Argentina Northeast, Argentina Northwest, Argentina South, Bermuda, Bolivia, Brazil South, Brazil Southeast, Chatham Is., Chile Central, Colombia, Falkland Is., Hawaii, Juan Fernández Is., Reunion, Tristan da Cunha

Alternative deutsche Namen

Gemeine BraunelleKleine BraunelleKleine Brunelle
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren