Goldlack

Erysimum cheiri

Wildpflanze giftig
5 Fotos

Erläuterung

in 4-facher Samenstärke mit Erde bedecken, nicht vertrocknen lassen, Sämlinge nach 4 - 6 Wochen vereinzeln.

Portrait

Der aus Südeuropa (Türkei, Syrien) stammende GOLDLACK zählt zu den ältsten Gartenpflanzen und wird seit Jahrhunderten u. a. auch in Bauerngärten kultiviert. Nicht für Brauchtumsriten oder für praktische Speisezwecke, die ganze Pflanze ist giftig, eine Nahverwandte wird sogar als "Gänsesterbe" bezeichnet, sondern aus purer Freude an diesen Blütenpflanzen, den "Gelben Violen" : Von April bis Juli öffnet sie in traubenartigen Blütenständen ihre vierblättrigen Blütenköpfchen in satten, warmen Farben und erfüllt den Garten morgens und abends mit einem unglaublichen Duft. In der Blumensprache steht Goldlack für Sehnsucht bzw. „Ich sehne mich nach dir“.

 

Goldlack in den Garten holen:

Goldlack, eine zwei- bis mehrjährige Pflanze, blüht in Gelb-, Rot- und Brauntönen. Er eignet sich in kleineren oder großen Gruppen für Beete und Rabatten, niedrige Sorten auch im Steingarten sowie in Pflanzgefäßen. Hohe Sorten werden als duftende Schnittblumen verwendet. Und: Er ist wirklich schneckenresistent!!

Als Standort bevorzugt Goldlack einen sonnigen, vor starkem Wind und großer Winterkälte geschützten Platz mit kalkhaltiger, gut durchlässiger Erde, die jedoch nie ganz durchtrocknen sollte.

 

Anzucht:

Im Frühling werden, sofern man Käufer-Glück hat, bereits blühende Jungpflanzen in Töpfen angeboten, doch ein Goldlack-Fan möchte "in Gold baden" und sät deshalb seine Pflanzen selber aus:

Goldlack wird in Samenmischungen in verschiedenen Farben, Größen und mit ungefüllten und gefüllten Blüten angeboten. Bienen lieben übrigens ungefüllte Blüten! ... Schnecken lieben ihn in keiner Form!

  • Er wird in der Regel von Mai bis Juli direkt ins Freiland gesät.
    • Die Saat wird in ca. 4-facher Samenstärke mit Erde bedeckt, denn Goldlack ist ein Dunkelkeimer und Warmkeimer. Weiters muss man darauf achten, dass in diesen Sommermonaten die auflaufende Saat nicht vertrocknet!
    • Sämlinge nach vier bis sechs Wochen vereinzeln: Die Jungpflänzchen sollten in Abständen von 15 - 20 cm  zu stehen kommen.
    • Vor Kahlfrost schützen, als Winterschutz z.B. Fichtenzweige oder trockenes Laub auflegen, das im Frühling wieder entfernt wird, damit der Boden nicht sauer wird.
  • Eine alternative Aussaat kann im März unter Glas erfolgen.
    • Die Jungpflänchen werden dann nach den letzten Nachtfrösten um Mitte Mai ins Freie gesetzt.
    • Sie werden unter diesen Umständen Juli, August zu blühen beginnen.

Das Beste kommt zum Schluss: 

Goldlack kommt in Mitteleuropa, besonders in Weinbaugebieten, ausgewildert und verwildert vor, denn ihm zusagenden Bedingungen sät sich Goldlack selbst aus ... wenn man seine Jungpflänzchen nicht als Unkraut beseitigt ;)

 

 

Goldlack eine Heilpflanze?

 

Viele Giftpflanzen sind nicht nur optisch sehr ansprechende Pflanzen und schenken uns dadurch "Vitamine für die Seele", sondern sind, in der absolut richtigen Dosis verwendet, starke Heilpflanzen. 

In alter Zeit wurde auch der Goldlack als Heilpflanze verwendet:

Dioskurides verwendete nur das gelbe „Leukoion“, das von den Vätern der Botanik als "Goldlack" gedeutet wurde.  Er empfahl es als Badezusatz bei Unterleibsbeschwerden und zur Beförderung der Menstruation, in Salben zur Behandlung von Schrunden, als Umschlag gegen Milzbeschwerden und bei Gichtschmerzen. Eine Abkochung der Früchte sollte die Menstruationsblutung anregen und die Nachgeburt treiben. Die gleichen Anwendungen beschrieb Plinius . Diese Indikationen wurden von späteren Kräuterbuchautoren übernommen.

Andere Namen

Cheiranthus cheiri Gelbe VioleGelbveiglBauernveiglLackveiglGüldener Lack

Merkmale

Verwendung Zierpflanze
Vorkommen LebensraumGärtenSchuttplätzeSteinhaufen
Blütenfarbe rotgelbbraun
Blütezeit Hochsommer | JuliVollfrühling | MaiFrühsommer | Juni
Wuchsform Halbstrauch

Aussaat & Pflege

early spring

Samen

early summer

Samen

late autumn

alle oberirdischen Teile

Nachbarn im Garten

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Steckbrief

Familie
Brassicaceae
Gattung
Erysimum
Ordnung
Brassicales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Walls, cliffs and rocks, often near the sea in Britain.
Heilwirkung
★★☆☆☆

Anbau & Pflege

Prefers a position in full sun in a circumneutral soil. Succeeds in ordinary garden soils, tolerating poor and limey soils. Plants are liable to die out if the soil is too rich. Wallflowers are perennial, though they are usually grown as biennials in the flower garden for spring and early summer bedding. There are some named varieties. A very ornamental plant, it is liable to die out after flowering, probably because it exhausts itself by producing so many flowers. Plants require a very well-drained dry soil if they are to survive a second winter. They grow well on dry stone walls and also on old mortared walls where they usually self-sow. A good butterfly and moth plant. A good companion for apple trees.
Vermehrung: Seed - sow spring in an outdoor seedbed. Germination should take place within 3 weeks. Plant the seedlings into their permanent positions when they are large enough to handle. If seed is in short supply, it can be sown in spring in pots in a cold frame. When they are large enough to handle, prick the seedlings out into individual pots and plant them out in early summer.

Essbare Verwendung

None known

Weitere Nutzung

Essential The flowers contain 0.06% essential oil. It has a pleasing aroma if diluted and is used in perfumery. The seed contains about 20% fixed oil, but no details of any uses are given[K].

Verbreitung

Heimisch: Cundinamarca, DK, England [I] (England [I], Wales [I], Isle of Man [I], Scotland [I], Isles of Scilly [I]); Ireland [I] (Ireland [I], Northern Ireland [I]); Netherlands [I]; Belgium [I]; Luxembourg [I]; Germany [I]; Switzerland [I]; Liechtenstein [I]; Austria [I]; Czech Republic [I]; Slovakia [I]; Hungary [I]; Portugal [I]; Spain [I]; Andorra [I]; Baleares [I]; France [I]; Monaco [I]; Channel Isl. [I] (Alderney [I], Guernsey [I], Jersey [I], Sark [I]); Sardinia [I]; Italy [I]; Sicily [I]; San Marino [I]; Slovenia [I]; Croatia [I]; Bosnia & Hercegovina [I]; Albania [I]; Romania [I]; Greece [I] (incl. Kiklades [I]); European Russia; Morocco [I]; Algeria [I]; Algeria [I]; Turkey (S-Anatolia, SSW-Anatolia); Cyprus [I]; South Korea [I]; Taiwan [I]; Pakistan [I]; India [I] (widespread); New Zealand [I]; Canada [I] (British Columbia [I], Quebec [I], Yukon [I]); USA [I] (California [I]); Colombia [I]; Ecuador [I], Flanders, GR, Greece, Manizales, North America, Quebec, Yukon Eingeführt: AT, AU, Albania, Algeria, Austria, BA, Baleares, Belgium, British Columbia, Brussels-Capital Region, Bulgaria, CA, CH, CY, CZ, California, Channel Is., China North-Central, Corse (Corsica), Cyprus, Czech Republic, Czechia-Slovakia, DK, EC, Ecuador, England, FK, FR, Falkland Is., Flemish Region, France, GB, Germany, Great Britain, Greece, HR, Hungary, IE, IN, Iraq, Ireland, Italy, Korea, Krym, Lebanon-Syria, Morocco, NW. Balkan Pen., Netherlands, New Zealand North, New Zealand South, Northern Ireland, Portugal, Québec, Romania, Sardegna, Scotland, Sicilia, Spain, Switzerland, Türkiye, Türkiye-in-Europe, Wales, Walloon Region, Yukon

Alternative deutsche Namen

Echter GoldlackGoldlackGoldlack-Schöterich
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren