Kochscher Enzian

Gentiana acaulis · auch: Enzian, Kochscher-

Wildpflanze essbargeschützt
3 Fotos

Beschreibung

Der Stängellose Enzian bzw. Kochsche Enzian wird u. a. auch als "Silikatenzian" bezeichnet. Dies ist ein Hinweis darauf, dass er im Unterschied zum Großglockigen Enzian auf sauren Silikatböden gedeiht. Seine weiteren Bezeichnungen "Alpenenzian" und "Glockenenzian" teilt er sich mit seinem Bruder, dem Großglockigen Enzian  .

Wie hält man die beiden, abgesehen von ihrem Bodenanspruch, auseinander?

Der Stängellose Enzian

  • weist am Schlundeingang 5 regelmäßig verteilte grüne Flecken, die "Eingangsteppiche". Der Großglockige Enzian hat das nicht nötig ;)
  • Er besitzt nur einen sehr kurzen bzw. keinen Stängel
  • Die Blätter seiner grundständigen Blattrosette sind breiter mit einer stumpfen Spitze.

Andere Namen

Stängelloser EnzianBreitblättriger EnzianSilikatenzianAlpenenzianGentiana kochiana

Merkmale

Blütenfarbe blau
Blütezeit Frühsommer | JuniHochsommer | JuliSpätsommer | August

Steckbrief

Familie
Gentianaceae
Gattung
Gentiana
Ordnung
Gentianales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Kraut
Habitat
Trockene Rasen und Weiden, Schutt- und Geröllhänge, gelegentlich in alpinen Wäldern. Meist auf sauren Böden zu finden, manchmal jedoch auch auf kalkhaltigem Kalkstein oder Sandstein.
Heilwirkung
★★★☆☆
Licht
8/10
Feuchtigkeit
6/10
Boden
2/10
pH-Wert pH 4 – 4.5

Anbau & Pflege

Im Allgemeinen benötigen Enziane einen feuchten, gut drainierten Boden in einer geschützten Lage, eine gewisse Mindestluftfeuchtigkeit, hohe Lichtintensität, aber einen Standort, an dem die Temperaturen nicht zu hoch sind. Sie sind daher schwieriger in Gebieten mit heißen Sommern zu kultivieren, und in solchen Regionen schätzen sie etwas Schutz vor der stärksten Sonneneinstrahlung. Die meisten Arten gedeihen gut im Steingarten. Dies ist eine leicht zu kultivierende Art, die in den meisten guten Gartenböden erfolgreich wächst, obwohl sie einen leichten, lehmigen Boden und kalkfreie Bedingungen bevorzugt. Sie wächst gut in einer Bodentasche zwischen Pflastersteinen, solange ein kiesiger Untergrund vorhanden ist. Pflanzen mögen es nicht, unter dem Tropfbereich von Bäumen zu wachsen. Eine sehr Zierpflanze, es gibt viele benannte Varietäten. Es ist eine seltene und geschützte Art in der freien Natur. Pflanzen sind unverträglich gegenüber Wurzelstörungen.
Vermehrung: Samen - am besten aussäen, sobald er reif ist, an einem hellen Standort in einem Kaltrahmen. Er kann auch im Spätwinter oder frühen Frühling gesät werden, aber der Samen keimt am besten, wenn er eine Phase der Kältestratifikation erhält und verliert schnell die Keimfähigkeit bei Lagerung, wobei älterer Samen langsam und unregelmäßig keimt. Es ist vorteilhaft, den Samen nach der Aussaat einige Tage bei etwa 10°C zu halten, damit der Samen Feuchtigkeit aufnehmen kann. Anschließend eine Phase von mindestens 5-6 Wochen mit Temperaturen zwischen 0 und -5°C führt gewöhnlich zu einer angemessenen Keimung. Am besten verwendet man Tontöpfe, da Plastiktöpfe nicht so frei drainieren und die feuchteren Bedingungen das Wachstum von Moos fördern, was die Keimung des Samens verhindert. Der Samen sollte oberflächlich gesät oder nur mit einer sehr leichten Schicht Kompost bedeckt werden. Der Samen benötigt Dunkelheit zur Keimung, daher sollten die Töpfe mit etwas wie Zeitungspapier bedeckt oder im Dunkeln gehalten werden. Die Sämlinge in Einzeltöpfe umtopfen, sobald sie groß genug zum Handhaben sind, und mindestens den ersten Winter über im Gewächshaus im Halbschatten weiterkultivieren. Die Sämlinge wachsen sehr langsam und benötigen 2-7 Jahre, um die Blühgröße zu erreichen. Wenn die Pflanzen ausreichend groß sind, im Späthfrühling oder Frühsommer an ihre endgültigen Standorte pflanzen. Teilung im Frühsommer nach der Blüte der Pflanze. Die gesamte Pflanze ausgraben, mit einem Spaten oder Messer in 2-3 angemessen große Teilstücke teilen und sofort wieder einpflanzen. Stecklinge von Basaltrieben im Späthfrühling oder Frühsommer. Am besten in einem Kaltrahmen eintopfen, bis sie gut bewurzelt sind, und dann an ihre endgültigen Standorte auspflanzen.

Essbare Verwendung

None known

Weitere Nutzung

None known

Verbreitung

Heimisch: Albania, Austria, Bulgaria, Czechia-Slovakia, France, Germany, Global, Italy, NO, NW. Balkan Pen., Romania, Spain, Switzerland, Ukraine Eingeführt: Belgium, Flemish Region, France, Great Britain, The Netherlands, Walloon Region

Alternative deutsche Namen

Keulen-EnzianKiesel-GlockenenzianKochs EnzianSilikat-Glocken-EnzianStaengelloser EnzianStengelloser Enzianstängelloser Silikat-Enzian
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren