Seitan selber machen
Seitan ist für Menschen, die Gluten vertragen und ihren Eiweißbedarf fleischlos decken oder ihren Fleischkonsum reduzieren möchten, besonders interessant, denn er kann in Bezug auf Eiweißgehalt und Konsistenz ohne Weiteres mit Fleisch mithalten. Und das bei nur 1% Fettgehalt.
Seitan kann käuflich erworben werden, lässt sich aber auch recht einfach in der häuslichen Küche aus Weizenmehl oder Dinkelmehl herstellen:
- Mehl wird mit Wasser zu einem Teigkloß geknetet, dessen Stärke ausgewaschen wird, sodass ein zähes, glutenreiches Teigstück, der Roh-Seitan, übrigbleibt. - Wenn man dafür Vollkornmehl nimmt, enthält der Seitan dann zwar mehr Kohlenhydrate, aber es handelt sich um solche, die höchst wertvoll sind: Sie liefern mineralstoffreiche, sättigende, kalorienleichte Ballaststoffe.
- Seine fleischartige Konsistenz und seinen Geschmack erhält der Seitan durch Kochen oder Dampfgaren des Roh-Seitans in einer gut gewürzten Brühe.
- Anschließend kann der Seitan in vielen Gerichten als Ersatz für Fleisch dienen, denn er lässt sich, in Scheiben oder Stücke geschnitten, braten, frittieren, kochen, backen und auch eingefrieren.
Zutaten
- 1.00 kg Weizenmehl
- 600.00 ml Trinkwasser
Zubereitung
- 1.00 kg Weizenmehl — Weißmehl oder Vollkornmehl. Alternative: Dinkelmehl
- 600.00 ml Trinkwasser
Wasser und Mehl für eine Autolyse vermengen: Dazu das kalte Wasser in eine Schüssel füllen, das Mehl dazugeben und mit einem Schneebesen langsam verrühren, bis keine Mehlklümpchen mehr zu sehen sind. Zugedeckt bei Zimmertemperatur 30 Minuten stehen lassen.
Danach wird dieser Mehlteig in mindestens 10 Minuten zu einer elastischen Teigkugel geknetet.
Anschließend legen Sie die Teigkugel zurück in die Schüssel, füllen so viel kaltes Wasser in die Schüssel, dass die Teigkugel davon bedeckt ist. 30 Minuten darin ruhen lassen.
Danach kneten Sie den Teig im Wasser. Sogleich färbt die austretende Stärke das Wasser undurchsichtig weiß.
Wasser abgießen, frisches einfüllen, Teig kneten … Diesen Vorgang sollte man so oft wiederholen, bis das Wasser merklich weniger weiß ist und der Teig eine gummiartige Konsistenz aufweist: Der Roh-Seitan ist fertig.
Bedeckt von einer sehr kräftigen Gemüsebrühe, die mit Sojasauce, Liebstöckel, Lorbeer, Wacholder, Ajowan, Bitterfenchel und Chili zusätzlich gewürzt wird, wird der Roh-Seitan 30 Minuten sanft gekocht. Der Seitan gewinnt wieder etwas an Gewicht, denn er nimmt neben Geschmack und etwas Wasser auf.
In der Brühe erkalten lassen.
Anschließend für 24 Stunden, in der Brühe liegend, in den Kühlschrank stellen. Gelegentlich wenden.
Nun kann der Seitan herausgenommen und wie Fleisch weiterverwendet werden: zusätzlich würzen, braten, grillen, kochen, einfrieren. Im Kühlschrank aufbewahrt hält er sich eine Woche.