Stockbrot
Die ersten warmen Frühlingstage locken uns in den Garten, die Kinder können endlich wieder ohne Winterbekleidung im Freien spielen und der Garten-Frühjahrsputz juckt einem in den Fingern: fleißig wird nun geschnitten, geharkt und gerecht.
Da bleibt manchmal das Mittagessen etwas auf der Strecke, es muss was Schnelles her: und da fällt mir wieder das gute Stöckerlbrot aus meiner Kindheit ein! Unsere Kinder lieben Feuer machen sowieso.
Zutaten
- 500.00 g Mehl
- 250.00 ml Trinkwasser
- 1.00 EL Olivenöl
- 1.00 Prise Salz
- 25.00 g Germ
Zubereitung
- 500.00 g Mehl — Weizen, Dinkel.. kann auch zum Teil oder alles in Vollkorn sein
- 250.00 ml Trinkwasser — lauwarm
- 1.00 EL Olivenöl
- 1.00 Prise Salz
- 25.00 g Germ — Frischhefe. Alternative: 1 Sackerl (7 g) Trockenhefe
Wer einen Brotbackautomaten sein eigen nennt wirft schnell alle Zutaten hinein und startet das Teigprogramm. Dadurch wird wieder eine ¾ Stunde Zeit für Garten und Kinder gewonnen. Wer keinen Automaten besitzt, fügt alle Zutaten in einer Rührschüssel zusammen, per Hand oder Knethaken einen geschmeidigen Teig rühren (“abschlagen”), an einem warmen Ort zugedeckt mindestens eine halbe Stunde rasten lassen.
Den Kindern den Auftrag erteilen, jeder möge sich einen Stock besorgen. Dieser sollte ca. 70cm lang und daumendick sein. Der vordere Teil wird abgeschält (gut eignen sich z.B. Haselstöcke, bitte keine giftigen Ziergehölze etc. verwenden!)
Während ich mir weiter die Fingernägel ruiniere, von Dornen und Stacheln zerkratzt und gestochen werde, sammeln die Kinder sehr eifrig Blüten und Blätter für den Salat - Veilchen, Gänseblümchen, Löwenzahnblätter, Giersch, die ersten zarten Knospen und Blätter von Birke, Buche, Ahorn und Ulme, Brennnessel sowieso - ich dagegen finde die ersten Schnecken im letzten Herbstlaub!
Zum Glück ist unsere Feuerschale schon mit trockenen Zweigen gefüllt, noch ein paar Holzscheite dazu und anzünden - herrlich.
Nun können die Kinder und natürlich auch die Erwachsenen ihre Stöcke mit gut einer Hand voll Teig umwickeln und festdrücken - genascht darf auch werden.
Wenn das Feuer abgebrannt ist, werden die Stöcke über die Glut gehalten. Der Stock sollte immer wieder gedreht werden, damit das Brot rundherum schön gleichmäßig und knusprig braun durchgebacken wird. Und sollte sich, wie in unserem Fall - der April schon Ende März durch einen kleinen Regenschauer ankündigen - nicht aufgeben, es dauert meistens nicht lange!
Brote kurz auskühlen lassen und dann zum Salat und ev. mit Butter genießen!
Danach sind wir alle wieder gestärkt für die zweite Runde Garten-Frühjahrsputz!
P.S.: Allen hat es Spaß gemacht! Stockbrot zu fabrizieren ist ein köstliches gemeinsames Erlebnis für junge und alte Griller! Geeignet sowohl für‘s Lagerfeuer als auch für den Holzkohlegrill. - Wir haben vor, am Wochenende mit dem Teig zu einem öffentlichen Grillplatz zu radeln und hier unser Stockbrot zu backen. Paula meint, man könnte doch in einer Hand einen Stock mit Grillwurst halten und in der anderen das Stockbrot :)
Variationen (1)
Varianten mit Kräuterbutter, mit Speckwürfeln, Aufstrich, Knoblauch, Kräuter, umwickelte Würstchen.