Uralte Mythen über weise Frauen und Männer - Hexenwahn

Uralte Mythen

Artikel 25. Februar 2016
<p>Weiser "Grüner Mann", umgeben von Blatt- und Blumenranken, Außenseite der Kirche in Burgeis, Südtirol bzw. Norditalien.</p>

Mythen aus uralten Zeiten zeigen,

  • dass die Kraft, die durch bestimmte Pflanzen wirkt, die Wunden heilt, Blutungen und Schmerzen stillt, bei einer Geburt hilft, entgiftet oder das Bewusstsein verändert und, vorallem, existentiell sättigt, als etwas Göttliches erkannt, respektiert, verehrt und angefleht wurde.
  • dass Pflanzen auch gezielt verwendet wurden, um sich in einen gottverbundenen Zustand zu versetzen, um tieferes Wissen zu erahnen oder zu erfahren. „In den Kräutern ist die ganze Kraft der Welt. Derjenige, der ihre geheimen Fähigkeiten kennt, der ist allmächtig.“ (Vedische Weisheit) Aus diesen Gründen waren kundige Frauen und Männer auch in Europa einerseits geachtet, aber auch gefürchtet. Man bediente sich ihrer, benutzte sie als Sündenböcke und stieß sie in die Verachtung. 
  • dass Pflanzen mit besonderer Ausstrahlung und Wirkung  bestimmten Gottheiten zugeordnet und mit Tabus belegt wurden. Sie durften nicht gefällt oder nur unter vorgeschriebenen Maßnahmen gesammelt werden, denn die Gottheit der Pflanze ist es, die heilt oder straft. Mythen und Sagen aus der europäischen Jungsteinzeit, der mittel- und nordeuropäischen Bronzezeit,  der mittel- und nordeuropäischen Eisenzeit und aus dem antiken Griechenland und Rom erzählen, sagen davon. 
Das könnte Sie auch interessieren