Krautfleckerl
Heiß geliebte Krautfleckerl!
Die heiß geliebten „Krautfleckerl“ sind Teil der österreichischen Hausmannskost. Sie sind gemütlich zu kochen, sodass daneben Muse bleibt für ein Ratscherl. Eventuell mit dem Nachwuchs, dem der Duft der Krautfleckerl lange in die Nase steigt, bevor er „endlich“ welche auf seiner Gabel hat, und der ihn ein Leben lang in Gedanken immer wieder in seine heimatliche Küche zieht… Gell, Mariechen im fernen Norddeutschland! – Ein Wort noch an die Krautfleckerlköchin, den –koch: Auf’s gelegentliche Umrühren sollte man nebenbei nicht vergessen! Schnell wandelt sich sonst Duft in Gestank, der das Haus und alle Krautfleckerl durchzieht.
Zutaten
- 1.00 EL Butterschmalz
- 1.00 EL Zucker
- 1.00 Zwiebel
- 700.00 g Weißkraut
- 350.00 g Fleckerl
- 1.00 EL Apfelessig
- 1.00 TL Kümmel
- 1.00 Prise Salz
- 1.00 Prise Pfeffer
- 1.00 Prise Muskatnuss
Zubereitung
- 1.00 EL Butterschmalz — = Butterfett selbst machen
- 1.00 EL Zucker
- 1.00 Zwiebel
- 700.00 g Weißkraut — = Weißkohl
- 350.00 g Fleckerl — = Farfalle, Mascherl
- 1.00 EL Apfelessig selbst machen
- 1.00 TL Kümmel — frisch gemörsert
- 1.00 Prise Salz
- 1.00 Prise Pfeffer
- 1.00 Prise Muskatnuss — frisch gerieben
In einer Teflonpfanne oder in einem gusseisernen Bräter das Schmalz erhitzen und den Zucker darin karamellisieren. Richten Sie ein Auge dann und wann in die Pfanne, um den Bräunungsgrad nicht zu versäumen: Lange tut sich nichts – „und auf einmal“ ist alles schwarz! (Anbrenngefahr Nr.1)
Sobald sich der Zucker wunderbar goldbraun gefärbt hat, die kleingeschnittene Zwiebel dazugeben und ebenfalls, aus geschmacklichen Gründen, hellbraun rösten. Gelegentlich umrühren. (Anbrenngefahr Nr.2)
In der Zwischenzeit
- den Krautkopf vierteln
- den Strunk herausschneiden – den Kindern zum Abnagen geben
- selbst etwas von dem gleimen Inneren der Krautes mit Genuss roh verzehren
- den Rest des Krautkopfs, er sollte 700 g nicht unterschreiten, großzügig in 2 x 2 cm große Stücke schneiden und in die Pfanne geben.
Ab jetzt lauert Anbrenngefahr Nr. 3: Das Kraut muss bei mittlerer Temperatureinstellung im Laufe von ca. 20 Minuten ohne Flüssigkeitszugabe relativ langsam eine weiche und - dank der Süße in Zucker, Zwiebel und Weißkraut – eine duftend bräunliche Konsistenz annehmen. Also Deckel auf die Pfanne geben und mit Hilfe eines Bratenwenders des Öfteren das Unterste zuoberst bewegen. Dazu muss man natürlich den Deckel vorübergehend abnehmen ;)
Währenddessen die Fleckerl („Mascherl“, „Farfalle“), das ist eine ca. 1 cm große, flache, kochfeste Teigware aus Hartweizengrieß, in das mit Salz und 1 Teelöffel Butter gewürzte kochende Wasser geben und in wenigen Minuten bissfest kochen. (Harter Biss! Die Fleckerl dünsten später im Kraut nach.)
Fleckerl in einem Sieb abschütten.
Kraut mit Kümmel, Salz, Pfeffer und Essig würzen, durchrühren. Temperatur auf kleinste Stufe zurückdrehen.
Fleckerl dazugeben, durchmischen, Deckel drauf, 5 – 10 Minuten zwecks Geschmacksvertiefung und Erwerbs von Bissfreundlichkeit dünsten lassen. Die Fleckerl sollen aber dabei nicht pappig werden oder anbrennen! (Anbrenngefahr Nr. 4, die letzte)
Der Tisch ist gedeckt, die Krautfleckerl werden serviert. Bestreut mit einer Prise frisch geriebener Muskatnuss und mit einigen Schnittlauchröllchen oder etwas gehackter Petersilie. Wegen des runden Krautgeschmacks: Nicht zu viel nehmen!
Was trinken wir dazu? Wasser, Milch, Buttermilch, Sojamilch, Lassi, Apfelsaft, Weißwein (nicht zu trocken)
Mag jemand Salat? Ja, Elmar mag Tomatensalat dazu.
„Darf ich hier etwas Parmesan draufgeben?“ - „Banause!“