Jungfer im Grünen

Nigella damascena L.

7 Fotos

Beschreibung

Die "Jungfer im Grünen" ist eine hübsche, pflegeleichte Pflanze, die unter fast allen Bedingungen gedeiht. Ernte: Samen als Gewürz, Samenstand für Trockensträuße.

Verwendete Pflanzenteile

Nur als Gewürz verwenden!

Erläuterung

Sämlinge später auf 20 cm ausdünnen.

Portrait

Die "Jungfer im Grünen" ist eine hübsche, pflegeleichte Pflanze, die unter fast allen Bedingungen gedeiht. Ernte: Samen als Gewürz, Samenstand für Trockensträuße.

Die "Jungfer im Grünen" ("Gretl in der Stauden") ist eng mit dem Echten Schwarzkümmel verwandt, trägt aber im Unterschied zu diesem ihre Blüte in einem Kranz aus fein zerteilten, nadelartigen Hochblättern. Der dekorative Samenstand wird gerne für Trockensträuße genommen.

Die Blüte selbst besitzt in der Regel fünf verhältnismäßig große blaue Blütenblätter (Kronblätter). Im Laufe ihrer langen Kultur als Bauerngartenpflanze entwickelten sich auch rosarote und weiße Formen mit halbgefüllten und gefüllten Blütenköpfen.

Die Junger im Grünen ist eine pflegeleichte Pflanze, die unter fast allen Bedingungen gedeiht. Auf mageren Böden bleibt sie entsprechend kleiner und blüht nicht so zahlreich. 

 

Zum volkstümlichen Namen „Jungfer im Grünen“:

Die hübsche, mädchenhafte Blüte in ihrem schützenden bzw. abweisenden „Nadelkranz“ spricht in ihrer Blumensprache: Ich will dich nicht! Junge Frauen gaben verschmähten Freiern ihre Ablehnung durch diese Blume zu verstehen. Dabei wurde sie oft von anderen Abweisung signalisierenden Blumen wie Augentrost, Kornblume, Schafgarbe und Wegwarte verstärkt.

 

Zum volkstümlichen Namen „Gretl in der Stauden“ bzw. "Gretchen im Gebüsch":

Eine Tiroler Pflanzensage erzählt von der Liebe zweier Nachbarskinder, die der reiche Vater der schönen Gretel verbot. Warum wohl? Ihr Auserwählter war als armer Schlucker absolut nicht willkommen. Doch die beiden wollten sich wenigstens sehen. So versteckte sich Gretel in einem Busch des Gartens und spähte zu Hansel, der vom Weg her sie zu erblicken suchte. Da wurden sie beide in Pflanzen verwandelt: Gretel in die „Gretel in der Stauden“, Hansel in den „Hansel am Weg“. „Hansel am Weg“ wird in Tirol der Vogelknöterich, der mit langem Hals den Weg entlang kriecht, genannt.

 

Zur Essbarkeit von Nigella damascena L.:

Aufgrund ihres an Waldmeister und Erdbeeren erinnernden Aromas werden die Samen gemahlen oder gemörsert als Gewürz verwendet. -

Sie enthalten aber im Unterschied zum Echten Schwarzkümmel das Alkaloid Damascenin und wirken im Übermaß genossen unbekömmlich. Roth, Daunderer, Kormann bezeichnen sie in „Giftpflanzen, Pflanzengifte“ als wenig giftig (+).  Damascenin wirke spasmolytisch und bewirke eine kurzdauernde Blutdrucksenkung.

 

Vermehrung

Die Samen des der Jungfer im Grünen verbreiten sich durch Semachorie: Mit zunehmender Reife trocknen die Fruchtwände der Samenkapsel und mit ihr die hakigen Griffel immer mehr aus, bis sie pergamentartig sind und sich leicht im Fell eines vorbeistreifenden Tieres so verhaken, dass die Pflanze mitgezogen und beim Lösen zurückschnellt. Durch diese Bewegung oder durch den Wind werden die Samen aus den schmalen Spalten der Kapsel herausgeschleudert. …. 

Erntekalender

Samen early autumn schwach giftig

Nur als Gewürz verwenden!

Andere Namen

Damaszener SchwarzkümmelGretl in der StaudenGretchen im BuschBraut in HaarenVenushaarigeDamaskus-SchwarzkümmelTürkischer Schwarzkümmel

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeNahrungspflanzeKräuter und GewürzeVerzehrtauglichkeit Öl-PressenTrocknenNützlingspflanze Technische NutzungKosmetikWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBalkongartenBauerngartenpflanzeBienenweideGartenKübelbepflanzungleicht zu ziehenSchnittblumeBastelpflanzeSymbolpflanzeZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenHügellandMittelgebirgeLebensraumBrachlandVerbreitungMitteleuropaMittelmeerraumNordafrika
Blütenfarbe weißblaurosa
Blütezeit Hochsommer | JuliSpätsommer | AugustFrühsommer | Juni
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

full spring

Samen

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Ranunculaceae
Gattung
Nigella
Ordnung
Ranunculales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
Stony, sunny positions.
Essbarkeit
★★★☆☆
Heilwirkung
★☆☆☆☆

Anbau & Pflege

Landscape Uses:Container, Massing, Rock garden, Specimen, Woodland garden. An easily grown plant, succeeding in any good garden soil, preferring a sunny position. A very ornamental plant, there are some named varieties. Plants are fast-growing and often self-sow if the ground is disturbed by some means such as hoeing[K]. The flowers are very attractive to bees. A greedy plant, inhibiting the growth of nearby plants, especially legumes. Special Features:Attractive foliage, Naturalizing, Suitable for cut flowers, Suitable for dried flowers.
Vermehrung: Seed - sow spring or early autumn in situ. The autumn sowing might not be successful in harsh winters. Plants can be transplanted if necessary.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Oil Seed Edible Uses: Condiment Oil Seed - raw or cooked. Normally used as a condiment, it has a nutmeg flavour.

Weitere Nutzung

Essential Oil An essential oil distilled from the plant is used in perfumery and lipsticks. The seed contains about 43.5% fatty oil, consisting of 97% total fatty acids of which 30% is free fatty acid. No uses of this oil are given in the report.

Verbreitung

Heimisch: Albania, Algeria, BR, Baleares, Bulgaria, Canary Is., Corse, Cundinamarca, Cyprus, East Aegean Is., England [I] (England [I], Wales [I], Scotland [I], Isle of Man [I]); Ireland [I] (Ireland [I], Northern Ireland [I]); Netherlands [I]; Belgium [I]; Germany [I]; Austria [I]; Poland [I]; Slovakia; Hungary [I]; Portugal; Spain; Baleares; France; Channel Isl. [I] (Sark [I]); Corsica; Sardinia; Italy; Sicily; Pantelleria; Isole Pelagie (Lampedusa); Malta; Slovenia; Croatia; Bosnia & Hercegovina; Montenegro; Serbia; Kosovo; North Macedonia; Albania; Romania [I]; Bulgaria; European Turkey; Greece (widespread, incl. most islands); Estonia [I]; Ukraine; Crimea; Morocco; Algeria; Tunisia; Libya; Madeira [I] (Madeira Isl. [I]); Islas Selvagens [I]; Canary Isl. [I] (Tenerife [I], La Gomera [I], La Palma [I]); Russian Far East [I] (Kamchatka [I], Primorye [I]); Kazakhstan [I]; Uzbekistan [I]; Northern Caucasus; Georgia [Caucasus]; ?Armenia; Azerbaijan; East Aegaean Isl. (Chios, Kos); Turkey (N-Anatolia, NW-Anatolia: Bithynia, WN-Anatolia); Iran (EC-Iran, Iranian Aserbaijan); Cyprus (S-Cyprus, W-Cyprus, N-Cyprus); China [I]; Taiwan [I]; Myanmar [I]; Java [I]; Australia [I] (New South Wales [I]); Chatham Isl. [I]; Canada (Ontario [I], Québec [I]); USA [I] (California [I], Connecticut [I], Idaho [I], Illinois [I], Kansas [I], Massachusetts [I], Maryland [I], Maine [I], Michigan [I], Minnesota [I], Missouri [I], Montana [I], New York [I], Ohio [I], Oregon [I], Pennsylvania [I], Tennessee [I], Virginia [I], Vermont [I], Washington State [I], West Virginia [I]); Mexico [I]; Colombia [I]; Bolivia [I], France, Greece, Iran, Italy, Kriti, Krym, Lebanon-Syria, Libya, Madeira, Manizales, Morocco, NW. Balkan Pen., North America, North Caucasus, Portugal, Quebec, Sardegna, Selvagens, Sicilia, Spain, Transcaucasus, Tunisia, Türkiye, Türkiye-in-Europe Eingeführt: AT, AU, Austria, Azores, Belgium, British Columbia, Brussels-Capital Region, CA, CH, CZ, Czech Republic, Czechia-Slovakia, Denmark, Ethiopia, Finland, Flemish Region, Germany, Great Britain, Guatemala, Illinois, Ireland, Kamchatka, Kansas, Kazakhstan, Maryland, Mexico Southwest, Michigan, Missouri, New York, Norway, Ohio, Ontario, Oregon, Pennsylvania, Primorye, Québec, Romania, South European Russia, Sweden, Switzerland, Tennessee, Tristan da Cunha, Uzbekistan, Vermont, Walloon Region, West Virginia

Alternative deutsche Namen

Damaszener SchwarzkuemmelDamaszener SchwarzkümmelDamaszener Schwarzkümmel, Gretel im BuschGretchen im BuschJungfer im Grünen
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren