Beinwellöl
- Was ist Beinwellöl?
Beinwellöl ist ein Heilöl (kein Salatöl ;), das nur äußerlich – wie Beinwellsalbe - angewendet wird. - Wie heilt Echter Beinwell?
Echter Beinwell heilt, äußerlich als Öl, Salbe oder Auflage angewendet, durch die Gesamtheit seiner positiven Inhaltsstoffe. Er beschleunigt durch seinen wundheilenden Inhaltsstoff Allantoin den Zellaufbau, zudem wirken seine Gerbstoffe und Glycopeptide zusammen mit den weiteren in ihm enthaltenen sekundären Pflanzenstoffen - wie Hydroxyzimtsäuren, Salicyl- und Rosmarinsäure- entzündungshemmend und schmerzstillend, infolge auch abschwellend. (Quelle) - Bei welchen Beschwerden hilft Beinwellöl?
Hilfreich angewendet wird Beinwellöl – oft ergänzend zur schulmedizinischen Standardtherapie und in Absprache mit dem behandelnden Arzt - bei- Arthrose u. Arthritis oberflächlich liegender Gelenke
- Bänderzerrungen
- Bandscheibenproblemen
- Gelenkschmerzen (Knie, Hände, Schulter)
- Genickschmerzen
- Gichtknoten
- Knochenbrüchen
- Morbus Sudeck
- Muskelblockierung
- Muskelkater
- Muskelschmerzen
- Narben
- Phantomschmerzen
- Prellungen
- Sehnenentzündungen
- Tennisellenbogen
- Verstauchungen
- Wunden
- Wer sollte auf Beinwellöl verzichten?
Nicht angewendet werden sollte es vorsichtshalber von Menschen mit Leber- oder Stoffwechselstörungen. - Wie wird das Beinwellöl gemacht?
Beinwellöl wird durch einen direkten Heißauszug gemacht.
Man verwendet dazu vorrangig die selbst gesammelten frischen Wurzeln des Echten Beinwells, denn sie lassen sich gut zerkleinern, was bei getrockneten Wurzeln nicht der Fall ist. Es sei denn, man zerkleinert sie bereits vor dem Trocknen! Bereits zerkleinert und getrocknet wird die Beinwellwurzel in Apotheken und Kräuterläden angeboten, denn das heilsame Allantoin wird vom Trocknungsvorgang nicht beeinträchtigt.- Man rechnet 1 Teil frische Wurzeln (bei getrockneten etwas weniger) auf 2 Teile Öl.
- Als Auszugsöle eignen sich hitzeverträgliche Bio-Öle wie Bio-Sonnenblumenöl, Bio-Olivenöl, Bio-Sesamöl oder Bio-Kokosöl.
- Allantoin, jedoch in einem geringeren Ausmaß, befindet sich übrigens auch in den Blättern des Beinwells. Man kann sie also auch für ein Beinwellöl verwenden. Verwendet man sie frisch, erhält das Öl durch das Chlorophyll erhält eine hübsche hellgrüne Farbe.
Zutaten
- 200.00 g Beinwellwurzeln
- 50.00 g Beinwellblätter
- 500.00 ml Bio Pflanzenöl
- 1.00 Kochgefäß
- 1.00 Holzlöffel
- 1.00 Bratenthermometer
- 1.00 Trichter
- 1.00 Filter
- 5.00 Glasfläschchen
- 5.00 Etiketten
Zubereitung
- 200.00 g Beinwellwurzeln
- 50.00 g Beinwellblätter — Alternative: Beinwellwurzel
- 500.00 ml Bio Pflanzenöl — hitzeverträgliches
- 1.00 Kochgefäß — vorzugsweise aus hitzebeständigem Glas. Alternative: Stahltopf
- 1.00 Holzlöffel
- 1.00 Bratenthermometer
- 1.00 Trichter — keimfrei gemacht
- 1.00 Filter
- 5.00 Glasfläschchen — je 100 ml, mit Schraubdeckel, keimfrei gemacht
- 5.00 Etiketten — vorzugsweise schmales Abdeckband. Es lässt sich sehr gut beschriften und wieder entfernen.
Die gesammelten frischen Wurzeln unter fließendem Wasser gründlich bürsten, Blätter waschen.
Alles kleinschneiden und mit dem Öl in den Kochtopf geben.
Unter langsamem Rühren die Pflanzenteile, die von Öl gut bedeckt sein müssen, für 3 Minuten auf 70° erhitzen, damit eventuell vorhandene Keime abgetötet werden. Jedoch nicht höher erhitzen, denn ab 80° wird das Allantoin zerstört. Die Temperatur mit einem Bratenthermometer kontrollieren.
Temperatur zurückschalten und die Pflanzenteile im Öl mit einem sauberen Stabmixer noch weiter zerkleinern.
Topf zudecken und das Kräuteröl bei 55° eine Stunde ziehen lassen.
Mittels Trichter und Filter in die bereitgestellten Glasfläschchen filtern.
- Zubereitungen mit Allantoin sollen nicht in Metallgefäßen gelagert werden, die eine katalytische Zersetzung bewirken können. (Quelle)
Das Heilöl ist bereits anwendbar.
- Beschriften mit Inhalt und Datum nicht vergessen! Als Etikett eignet sich ein Stück schmales Abdeckband bestens.
Verschlossen, kühl und dunkel gelagert behält es 1 Jahr lang seine Wirkkraft.