Weiden über Steckhölzer vermehren

Bis auf die Salweide bewurzeln sich alle Weidenzweige leicht, wenn man sie in die Erde steckt. Bei der Salweide sollte man mit Ausfällen rechnen und darum zum Bewurzeln 3 Zweige nehmen. – Selbstverständlich machen Weidenzweige, da Weide Wasser liebt, auch schnell Wurzeln, wenn man sie ins Wasser stellt. Aber diese Wurzeln sind nicht besonders erdtauglich. Der Zweig muss meistens neue machen, sobald es mit Erde in Berührung kommt. Oft schafft er das nicht!

Zutaten

  • 1.00 Weidenzweig

Zubereitung

1
So geht es:

Weiden kann man im Prinzip – je nach örtlichem Klima – das ganze Jahr über vermehren, sofern der zweijährige Weidenzweig einige Wochen frostfreie Erde zum Bewurzeln zur Verfügung hat.

 

Jedoch:

Weiden in der freien Natur dürfen aus Naturschutzgründen nur im Herbst und Winter im vorgeschriebenen Zeitraum zwischen Oktober und Ende Februar geschnitten werden!!

  • Weidenzweige, die man in dieser Zeit schneidet, gleich, ob in freier Natur oder auf kultiviertem Gebiet, sind unbelaubt und
    • man steckt sie zu ihrer Bewurzelung einfach zu einem Viertel ihrer Länge in die Erde, gießt an, drückt die Erde an und kann sie sich selbst überlassen.   
       

Will man einen ausgereiften Weidenzweig, den man einem kultivierten Gebiet (Garten etc.) entnimmt,  im Frühling oder Sommer bewurzeln lassen,  wartet man den fliegenden Insekten zuliebe, bis er abgeblüht hat, und geht dann wie folgt vor:

Zutaten
  • 1.00 Weidenzweig 0,5 bis 4 cm Durchmesser dick. 30 - 200 cm lang, ausgereift.

Man sucht sich einen gerade gewachsenen, 30 - 200 cm langen Weidenzweig, schneidet ihn mit einer Baumschere ab und entfernt die Blätter bis auf jene, die sich im oberen Viertel des Zweiges befinden.

Nun wird der Zweig auf einem feuchten, schattigen Standort bis zu einem Viertel seiner Länge in die Erde gesteckt. 

Man entfernt die rund um den Steckling wachsenden Pflanzen, schlämmt ihn mit Wasser gut ein und drückt mit dem Fuß vorsichtig die Erde zu ihm hin.

Im nächstes Frühjahr gräbt man den bewurzelten Steckling mit einem Erdballen drumherum aus und pflanzt ihn an seinen bleibenden, sonnigen Standort, der jedoch ebenfalls stets eine gute Bodenfeuchte aufweisen sollte.

Die kleine Weide nach dem Pflanzen gut angießen und auch während der nächsten Wochen immer wieder mit Wasser versorgen. 

Sie wird weiterwachsen und neue Triebe bilden. Im Laufe der Zeit, auch neue Bodentriebe.

Und zum Abschluss ein Sijo, der Bezug nimmt auf die leichte Bewurzelung der Weide:

„Einen gepflückten Weidenzweig lege ich in deine Hand.
An deinem Schlafzimmer pflanze ihn nach nächtlichem Regen, meiner gedenkend.
Wenn die frische Knospe sprießt, erinnere dich an mich.“ 

(Quelle)

2
Eine lange Weidenrute heranziehen:
Zutaten

Man entfernt, bis die gewünschte Rutenlänge erreicht ist, alle sich bildenden Seitenknospen, aus denen Äste wachsen würden.

3
Einen Weidenbaum heranziehen
Zutaten

Die am Stamm sich bildenden weichen Ästchen stets entfernen, bis die gewünschte Stammhöhe erreicht ist. 

Ab dieser Höhe belässt man die sich bildenden Ästchen. 

Im Jahr darauf kürzt man Ende Februar alle Äste etwas ein, damit die Weide sich gut verzweigend weiterwächst.

Anschließend nur mehr alle paar Jahre jeweils die Hälfte der Anzahl der Äste zurückschneiden, denn viele Weidenarten blühen am zweijährigen Holz. 

4
Weidenzäune
Zutaten

Wie man Weidenzäune machen kann, finden Sie hier beschrieben!

Pflanzen in diesem Rezept

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