Luciabrote, Lussebullar, Lussekatter
Luciabrote (= schwedisch "Lussebullar", "Lussekatter") sind besondere Gebäcksfiguren aus süßem, gelbem Hefeteig: Sie werden zur Zeit der Wintersonnenwende gebacken und drücken durch ihre uralten Formen Wünsche an die kommende Zeit aus - und die möge vor allem fruchtbar und herzlich sein! Niemand verkörperte diesen Wunsch in der altnordischen Mythologie besser als Freya. So sind in den Namen und Formen der Lussebullar Freyas Spuren zu finden bzw. die Spur ihres Wagens und die Spuren der ihr zugeordneten Tiere - Eber, Katze und, als wichtigstes Sonnentier, der Falke:
Die gebräuchlischste Form der Lussebullar ist die Doppelspirale, die als "JULGALT" bezeichnet wird. In diesem Namen lebt Freyas Eber weiter: JUL = Weihnachten, GALT = Eber, der Eber Freyas. Verniedlicht zu „JULEGRIS“ – Glücksschweinchen (!).
Freyas Katzen finden sich in der Bezeichnung „LUSSEKATER “= Luciakatzen .
Freyas Falke findet sich als Lussebullar namens „JULFAGEL" = Weihnachtsvogel.
Freyas Wagen gibt der dynamischen Symbolform des Luciabrotes „GULLVAGEN“ – Goldener Wagen, den Namen. Diese schöne Form wird auch als "JULVAGN" = Weihnachtswagen und als "JULKORS" = Weihnachtskreuz bezeichnet.
- Als „Thomasradl“ scheint Freyas Wagen sogar in Tirol (Oberinntal), Österreich, auf.
- Hier finden Sie weitere Informationen zum Luciafest.
Zutaten
- 40.00 g Frischhefe (Germ)
- 500.00 g Weizenmehl
- 220.00 ml Milch
- 125.00 g Zucker
- 60.00 g Butter
- 3.00 Eigelb
- 1.00 Prise Salz
- 1.00 Prise Echter Safran
- 1.00 Eigelb
- 1.00 EL Milch
- 30.00 g Rosinen
Zubereitung
- 40.00 g Frischhefe (Germ) — = 1 Würfel
- 500.00 g Weizenmehl — in Österreich W 700, in Dtld. Type 550oder Dinkelmehl
- 220.00 ml Milch
- 125.00 g Zucker — kann mit Vanillezucker gemischt sein.
- 60.00 g Butter
- 3.00 Eigelb — für den Teig
- 1.00 Prise Salz
- 1.00 Prise Echter Safran — = 0,12 g
- 1.00 Eigelb — zum Bestreichen
- 1.00 EL Milch — zum Bestreichen
- 30.00 g Rosinen — zum Akzentuieren
Wenn Sie sich an die Anleitung halten, haben Sie einen feinen Germteig zur Hand, der sich ohne Probleme formen lässt, wie man möchte, und der sehr lecker schmeckt. Typisch Lussebullar! - Kann auch gut für Frühstücksbrötchen und auch für Buchteln verwenden werden!
Milch auf 35° erwärmen.
Mehl mit dem Zucker vermischt in eine Teigschüssel geben, mit einem Löffel eine Vertiefung drücken, die Hefe in die Vertiefung bröseln, mit der Hälfte der erwärmten Milch begießen und mit umliegendem Mehl leicht verrühren.
Die 3 Eigelb darauf verteilen.
Safranfäden mit der restlichen Milch auf ca. 50° erwärmen, vom Herd nehmen, Butter und Salz hineingeben, verrühren und alles über dem Mehl verteilen.
Teig in 7 - 10 Minuten zu einer geschmeidigen Teigkugel kneten, zugedeckt bei Zimmertemperatur 45 Minuten gehen lassen.
Anschließend den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer ca. 7 cm dicken Rolle formen und in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Stücke so auf das Mehl legen, dass sie nicht aneinanderstoßen.
Form des Luciabrotes aussuchen, dann mit bemehlten Händen
- ein Teigstück nehmen, in die gewünschte Länge ziehen und formen.
- Geformte Teiglinge auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Abstand zueinander lassen! Ca. 10 Minuten bei Zimmerwärme gehen lassen.
- 1 Eigelb mit 1 Esslöffel lauwarmer Milch verquirlen und die Teiglinge damit bestreichen.
- Rosinen auf die in den Fotos ersichtlichen Stellen legen und leicht andrücken.
- 5 Minuten gehen lassen.
Inzwischen das Backrohr auf 220° vorheizen. Backblech(e) einschieben, die Temperatur auf 180° absenken und die Lussebullar ("Milchbrötchen") in 13 Minuten goldbraun backen.
So werden aus Lussebullar feine FRÜHSTÜCKSBRÖTCHEN für besondere Tage:
- Statt Safranfäden können Zitronenzesten genommen werden. Erst wenn der Teig zur Rolle geformt wird, 30 g Rosinen in den Teig einarbeiten.
- Teig in Stücke teilen, Stücke zu ovalen Brötchen formen, auf mit Backpapier versehene Backbleche setzen, 15 Minuten gehen lassen, mit Zimtzucker bestreuen, backen wie die Lussebullar.