Amaranth

Amaranthus caudatus L.

10 Fotos

Portrait

 

Der Amarant (Garten-Fuchsschwanz) als Zierpflanze

 

Der Gartenfuchsschwanz (Amaranthus caudatus) wurde nach der Entdeckung Amerikas aus dem Andenraum, wo er seit Tausenden von Jahren als wichtige Nutzpflanze kultiviert wurde, nach Europa gebracht, wo er anschließend seit 1568 angebaut wird, allerdings nur als Zierpflanze. 
Heute schmückt dieser bis 130 cm hohe, auffallende Exot mit seinen langen, in der Regel magentaroten, „blutroten“ Blütenschwänzen (Ausnahme: Sorte 'Viridis' cremefarbene) als einjährige Pflanze Bauerngärten, Blumenbeete und Blumentöpfe.  Mit Niedrigen Tagetes oder Gewürz-Tagetes als Unterpflanzung lässt er sich farbenprächtig in Szene setzen und ergibt zudem dekorative Schnitt- und Trockenblumen.  Stehen gelassene Samenstände locken ein munteres Vogelvolk an.  
An ihm zusagenden Standorten versamt sich der Garten-Fuchsschwanz. Er verlässt dann sogar sein Gartenreich und wildert aus, sodass er in Mitteleuropa zu den "unbeständigen Neophyten" gezählt wird. (Quelle)

 

 

Der Amarant (Garten-Fuchsschwanz) als wichtige Nahrungs- und Symbolpflanze der Urbevölkerung der Andenländer

 

Die Blüten- und Samenstände des Garten-Fuchsschwanzes und des Rispen-Fuchsschwanzes behalten auch in getrocknetem Zustand Form und Farbe, worauf ihr botanische Gattungsname hinweist: „Amarathus“ bedeutet „der nicht vergeht, der ewig blüht“, „unverwelklich“. (Genaust) Diese natürliche Eigenart förderte bei der Urbevölkerung des Andenraums die kultische Verwendung des Amaranths.

In vorkolonialer Zeit dienten in den Andenländern und in Mittelamerika die Körner des Garten-Fuchsschwanzes und des Rispen-Fuchsschwanzes als wichtige Eiweißlieferanten, heute bekannt als Amarant. Bei den Azteken, Inka und Maya waren die getreideähnlichen Amarantsamen neben Quinoa und Mais ein Hauptnahrungsmittel. Daneben wurden sie auch zusammen mit Menschenblut als wichtige Opfergabe in religiösen Zeremonien verwendet. Um diesen Kult abzustellen und die einheimische Bevölkerung zu schwächen, verbaten die spanischen Kolonialherren unter Androhung der Todesstrafe den Anbau von Amaranth. Die Folgen waren u.a., wie vorauszusehen, eine große Hungersnot und das allgemeine Vergessen des Wissens um den Amaranth. In kleinen, geheimen Regionen jedoch überlebte er als Nahrungspflanze.

 

Zeitgemäße Verwendung von Amarant in der Ernährung

 

In den letzten Jahren nehmen Anbau und Wertschätzung des Amarants wieder zu. Als "Amarant" werden umgangssprachlich sowohl die Amarantpflanzen als auch die Amarantsamen bezeichnet. Weiters gibt des die Farbe Amaranth.

Amarantpflanzen, somit auch der Garten-Fuchsschwanz, zählen nicht zu den glutenhaltigen Getreidearten, werden aber aufgrund ihrer Verwendung in der Ernährung als „Pseudogetreide“ (Scheingetreide) bezeichnet.
Saatgut dieser unkomplizierten Pflanzen ist im Samenhandel erhältlich und Sie können sich neben seiner Wüchsigkeit an seinen essbaren Blättern erfreuen. Die Samenernte wird sich in unserem Klima wahrscheinlich in Grenzen halten. 

  • Die schmackhaften, besonders eiweißreichen Blätter der Amarantpflanzen können wie Spinat zubereitet oder roh kleingeschnitten Salat beigemischt werden. Bei ihrer Ernte jedoch muss man bis zum Spätherbst immer einige Blätter an der Pflanze lassen. Sie benötigt sie für ihr Wachstum. 
  • Amarantsamen (Garten-Fuchsschwanz, Rispen-Fuchsschwanz u.a.) enthalten neben Eiweiß und Kohlenhydraten mehrfach ungesättigte, essenzielle Fettsäuren, viele Ballast- und Mineralstoffe, aber kein Gluten (Klebereiweiß), wodurch sich ihre Backeigenschaften in Grenzen halten. Sie werden wie Hirse und Quinoa als Pseudogetreide abgepackt in Lebensmittelläden verkauft. Man kann sie ähnlich wie Reis zum Kochen und, in kleinerem Umfang, zum Backen verwenden. Keimfähige lassen sich auch gut ankeimen und werden dann roh als Keimsprossengemüse verzehrt.

Für wen eignet sich Amarant (Amarantsamen) besonders?

Amarant  ist glutenfrei und somit ein gesunder und verträglicher Getreideersatz bei Gluten-Unverträglichkeit. 

Sein hoher Eisengehalt macht Amarant besonders wertvoll in der Ernährung bei Eisenmangelanämie und während der Schwangerschaft. 

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Was kann man damit kochen? 

Er eignet sich besonders zum Kochen von Suppen, Risottos, Brei und Aufläufen.

Puff-Amarant schmeckt köstlich als fettarme Knabberei,  im Müsli und auch in selbstgemachter Schokolade, auf Brötchen, auf Obstsalat und Cremes.

Puff-Amarant entweder in Bioläden kaufen oder selber machen

  • ​Dazu eine Eisen- oder Stahlpfanne mit geschlossenem Deckel – ohne Fett oder Öl - stark erhitzen. 
  • Amarantkörnchen auf den heißen Pfannenboden geben. 
  • Kurz durchrühren, den Deckel aufsetzen, die Pfanne sogleich von der Platte nehmen, denn schon beginnen die Samen zu poppen. 


Wie kann man mit Amarant backen?

Zum Backen muss Amarant, der sich gut mahlen und schroten lässt, im Verhältnis 1 : 3  mit herkömmlichem Mehl oder mit Eiern und etwas Johannisbrotkernmehl gemischt werden.
Hefe als Lockerungsmittel funktioniert nur, wenn man auch herkömmliches Mehl zum Teig gibt. Ansonsten Backpulver nehmen.

 

  • Tipp:

​​Eine weitere interessante, wüchsige Pflanze dieser Familie, jedoch mit europäischen Wurzeln, ist der Gemüseamarant!

Erntekalender

Blätter early summer gekocht essbar
Samen late summer gekocht essbar
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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

immunstärkend (Blätter) Volksheilkunde
kräftigend (Samen) Volksheilkunde
blutbildend (Blätter)

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe Ballaststoff
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren Fettsäure
Ungesättigte Fettsäuren Fettsäure
Calcium Mineral
Eisen Mineral
Magnesium Mineral
Zink Mineral
Carotinoide Sekundär
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Polyphenole Sekundär
Vitamin B9 / Folsäure Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamin K / Phyllochinon Vitamin
Vitamine Vitamin
Gruppen
Kohlenhydrate
Lipide
Makronährstoffe
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Proteine, Eiweiße
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Fettsäuren sind aliphatische Monocarbonsäuren mit zumeist unverzweigter Kohlenstoffkette, die entweder gesättigt oder ungesättigt sind. Die Bezeichnung „Fettsäuren“ fußt auf der Erkenntnis, dass natürliche Fette und Öle aus den Estern langkettiger Carbonsäuren mit Glycerin bestehen. Später wurden auch alle anderen Alkylcarbonsäuren und deren ungesättigte Vertreter den Fettsäuren zugeordnet.

Ungesättigte Fettsäuren

Fettsäuren sind aliphatische Monocarbonsäuren mit zumeist unverzweigter Kohlenstoffkette, die entweder gesättigt oder ungesättigt sind. Die Bezeichnung „Fettsäuren“ fußt auf der Erkenntnis, dass natürliche Fette und Öle aus den Estern langkettiger Carbonsäuren mit Glycerin bestehen. Später wurden auch alle anderen Alkylcarbonsäuren und deren ungesättigte Vertreter den Fettsäuren zugeordnet.

Calcium

Calcium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ca und der Ordnungszahl 20. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Erdalkalimetallen. Die Schreibweise Calcium entspricht der IUPAC-Norm und gilt als fachsprachlich.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe und der Ordnungszahl 26. Es gehört zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem die 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen IUPAC­-Zählung die Gruppe 8 (Eisengruppe) bilden. Eisen ist, auf den Massenanteil (ppmw) bezogen, nach Sauerstoff, Silicium und Aluminium das vierthäufigste Element in der Erdkruste und nach Aluminium das häufigste Metall.

Magnesium

Magnesium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mg und der Ordnungszahl 12. Im Periodensystem der Elemente steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und gehört damit zu den Erdalkalimetallen.

Zink

Zink ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Zn und der Ordnungszahl 30. Zink wird zu den Übergangsmetallen gezählt, nimmt aber darin eine Sonderstellung ein, da es wegen der abgeschlossenen d-Schale in seinen Eigenschaften eher den Erdalkalimetallen ähnelt. Nach der veralteten Zählung wird die Zinkgruppe als 2. Nebengruppe bezeichnet, nach der aktuellen IUPAC-Nomenklatur bildet Zink mit Cadmium, Quecksilber und dem ausschließlich in der Forschung relevanten Copernicium die Gruppe 12. Es ist ein bläulich-weißes sprödes Metall und wird unter anderem zum Verzinken von Eisen und Stahlteilen sowie für Regenrinnen verwendet. Zink ist für alle Lebewesen essentiell und Bestandteil wichtiger Enzyme. Der Name Zink kommt von Zinke, Zind, da Zink zackenförmig erstarrt.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Vitamin B9 / Folsäure

Folsäure, auch Vitamin B9 oder Folat genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : Die hitze-, sauerstoff- und lichtempfindliche FOLSÄURE (UV-Strahlung reduziert Folsäure sogar im menschlichen Körper) hat großen Einfluss auf Zellteilung und Zellneubildung. Sie hilft mit, Wirbel- und Rückenmarkschäden (Spina bifida) bei Neugeborenen zu verhindern und wirkt mit bei Blutbildung, Aufbau der Schleimhäute, Verhütung von Arteriosklerose. Speicherung: Durch ihre Wasserlöslichkeit wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin K / Phyllochinon

Phyllochinon, auch Vitamin K 1 genannt ist ein fettlösliches Vitamin. Wirkung: Beteiligung an der Blutgerinnung! - Das Neugeborene erhält über das Kolostrum, der Vormilch seiner Mutter, nicht nur zahlreiche Antikörper, sondern auch Vitamin K, das über die Plazenta nicht transportiert wird. Speicherung: Dieses fettlösliche Vitamin wird im menschlichen Körper gespeichert. Ein Zuviel an hochdosierten Vitamingaben kann Schäden verursachen.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Gruppen

Familienname

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden neben Proteinen und Lipiden in Bezug auf die Biomasse eine der drei bedeutsamsten Stoffklassen: Kohlenhydrate kommen im Stoffwechsel aller Lebewesen vor. Als Produkt der Photosynthese machen Kohlenhydrate etwa zwei Drittel der weltweiten Biomasse aus. Kohlenhydrate sind die am häufigsten vorkommende Klasse von Biomolekülen. Die Wissenschaft, die sich mit der Biologie der Kohlenhydrate und dem Kohlenhydratstoffwechsel beschäftigt, heißt Glycobiologie. Kohlenhydrate werden mit dem Suffix „-ose“ gekennzeichnet, z. B. die Polysaccharide Cellulose, Amylose, die Oligosaccharide Raffinose oder Stachyose, Disaccharide wie Saccharose oder Lactose und Monosaccharide wie Glucose und Fructose.

Lipide

Lipide und Lipoide sind eine Sammelbezeichnung für wasserunlösliche (hydrophobe) Naturstoffe, die sich dagegen aufgrund ihrer geringen Polarität sehr gut in hydrophoben Lösungsmitteln wie Chloroform oder Methanol lösen. Ihre Wasserunlöslichkeit rührt vor allem von den langen Kohlenwasserstoff-Resten her, welche die allermeisten Lipide besitzen. Man teilt sie grob in verseifbare und nicht verseifbare Lipide ein.

Makronährstoffe

Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiße) und Fette + Öle. Sie dienen dem Aufbau und Erhalt des Körpers, also dem Baustoffwechsel und dem Energiestoffwechsel von Pflanze, Tier, Mensch.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Proteine, Eiweiße

Proteine, Eiweiße sind aus Aminosäuren aufgebaute Moleküle, die Struktur und Funktion jeder lebenden Zelle von Pflanze, Tier und Mensch bestimmen und an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt sind. Ein Mensch besitzt Hunderttausende verschiedener Proteine, hergestellt in den Ribosomen (zelleigne „Eiweißfabriken“) aus nur zwanzig Aminosäuren! Proteine zählen mit den Kohlenhydraten und Fetten zu den Hauptnährstoffen des Menschen. Die DGE empfiehlt Erwachsenen, täglich etwa 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht durch Mischkost zu sich nehmen. Mehr nicht, denn eine dauerhafte und übermäßige Aufnahme von Eiweißen erhöht die Konzentration der Harnsäure im Blut, was zu Gelenkserkrankungen wie Gicht oder Rheuma führen kann. Pflanzliches Eiweiß ist dem tierischen ebenbürtig und bringt durch die mitgelieferten Ballaststoffe zusätzliche Sättigungsvorteile, gesundheitliche Werte und wenig Fett. Proteine können noch mehr: Sie fungieren als Infektionsabwehr, regulieren die Ionenkonzentration in den Zellen und bestimmen so die Erregbarkeit von Nerven und Muskeln, sorgen für die Kontraktion der Muskeln … Ab einer Körpertemperatur von 41° Celsius (Fieber) beginnen die Proteine allerdings abzusterben und es besteht für den Erkrankten Lebensgefahr.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Blutarmut Volksheilkunde
Amaranth gilt in der Volksheilkunde als blutbildungsfördernd, da die Blätter und Samen reich an Eisen und anderen Mineralstoffen sind.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Immunsystem-Stärkung Volksheilkunde
Die nährstoffreichen Blätter werden traditionell zur allgemeinen Kräftigung und Stärkung der Abwehrkräfte verwendet.
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Abgeschlagenheit Volksheilkunde
Amaranth wird in der Volksheilkunde bei Schwäche und Müdigkeit eingesetzt, da das Pseudogetreide hochwertige Proteine und Vitamine liefert.
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Verstopfung Volksheilkunde
Der hohe Ballaststoffgehalt der Amaranth-Blätter und -Samen wird traditionell zur Förderung der Verdauung und Darmbewegung genutzt.
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Hilft bei

Verwechslungsgefahr
Mit giftigen Pflanzen:

Und zwar die nicht blühenden Jungpflanzen.

Solange die Pflanzen nur einen Blätterschopf zeigen.

Und zwar die nicht blühenden Jungpflanzen.

Andere Namen

Garten-FuchsschwanzKiwichaInkaweizen

Merkmale

Verwendung Nutzpflanze
Vorkommen LebensraumÄckerAuwälderFluss- und BachuferGärtenVerbreitungAsienMittelamerikaSüdamerika
Blütenfarbe weißrot
Blütezeit Frühherbst | SeptemberHochsommer | JuliSpätsommer | AugustFrühsommer | Juni
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

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Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Amaranthaceae
Gattung
Amaranthus
Ordnung
Caryophyllales
Klasse
Magnoliopsida
Habitat
A weed of cultivated ground.
Essbarkeit
★★★★☆
Heilwirkung
★☆☆☆☆
Licht
8/10
Feuchtigkeit
3/10
Boden
8/10
pH-Wert pH 7.5 – 8

Anbau & Pflege

Prefers a well-drained fertile soil in a sunny position. Grows moderately well in poor soils. Requires a hot sheltered position if it is to do well[K]. Plants are drought resistant though reasonable moisture levels are required for germination and also at pollination. Some forms can tolerate a pH up to 8.5, there are also some that can tolerate mild salinity. It is likely that they will also tolerate acid soils and aluminium toxicity. Plants are not frost-hardy, the most cold tolerant cultivars can tolerate temperatures down to about 4°c. Plants should not be given inorganic fertilizers, see notes above on toxicity. This species is cultivated for its edible seed and leaves in the Andes and various other parts of S. America. It probably arose through cultivation from A. quitensis. There are some named varieties. Plants take 4 - 6 months from sowing to harvesting the seed, but up to 10 months in some Andean highland regions. Yields from 1 - 3 tonnes per hectare are common, 5 tonnes has been achieved and research sites have produced the equivalent of 6 tonnes per hectare. The seed is usually harvested just before maturity otherwise some of the seed will be lost during harvesting. Plants usually have downward facing seedheads but varieties have been developed with upward facing heads that can be harvested mechanically. This species is sensitive to day-length most cultivars are short-day and have not done well in northern latitudes, but there are some varieties that flower at day-lengths up to 16 hours. Most if not all members of this genus photosynthesize by a more efficient method than most plants. Called the 'C4 carbon-fixation pathway', this process is particularly efficient at high temperatures, in bright sunlight and under dry conditions. In garden design, as well as the above-ground architecture of a plant, root structure considerations help in choosing plants that work together for their optimal soil requirements including nutrients and water. The root pattern is clumping, giving the plant a clumping habit. The predictable growth behaviour makes it easier to maintain without having to apply containment methods[2-1].
Vermehrung: Seed - sow late spring in situ. An earlier sowing can be made in a greenhouse and the plants put out after the last expected frosts. Germination is usually rapid and good if the soil is warm. A drop in temperature overnight aids germination. Cuttings of growing plants root easily.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Leaves Seed Edible Uses: Colouring Leaves - raw or cooked as a spinach or added to soups etc. The mild flavoured leaves are rich in vitamins and minerals[183, K]. Seed - cooked. Very small but easy to harvest and very nutritious, individual plants can bear up to 100, 000 seeds. It is eaten cooked or ground into a powder and used in baking. The seed can also be popped in much the same way as popcorn. The seed can be cooked whole, and becomes very gelatinous like this, but it is rather difficult to crush all of the small seeds in the mouth and thus some of the seed will pass right through the digestive system without being assimilated[K]. The seed is very nutritious and contains 13 - 18% of a very high quality protein that is rich in the amino acid lysine. It also contains good quantities of calcium, phosphorus, iron, potassium, zinc, vitamin E and the vitamin B complex. A red food colouring called 'betalaina' is obtained from red cultivars.

Weitere Nutzung

Dye Yellow and green dyes can be obtained from the whole plant.

Verbreitung

Heimisch: Argentina Northwest, Bolivia, Ecuador, Peru Eingeführt: Algeria, Angola, Argentina Northeast, Argentina South, Arizona, Baltic States, Bangladesh, Belgium, Belize, Brazil North, Brazil South, Brazil Southeast, Bulgaria, California, Cameroon, Canary Is., Cape Verde, Central African Republic, China South-Central, China Southeast, Colombia, Connecticut, Cuba, Cyprus, Czechia-Slovakia, DR Congo, Delaware, Denmark, Djibouti, East European Russia, Egypt, Eritrea, Ethiopia, Finland, Florida, France, Galápagos Islands, Germany, Great Britain, Greece, Guatemala, Guinea-Bissau, Gulf of Guinea Is., Honduras, Illinois, India, Inner Mongolia, Iran, Italy, Japan, Kansas, Kazakhstan, Kenya, Korea, Krym, Lebanon-Syria, Leeward Is., Libya, Madeira, Maine, Malaya, Maldives, Massachusetts, Mauritius, Mexico Northwest, Michigan, Minnesota, Missouri, Morocco, Myanmar, NW. Balkan Pen., Nepal, New South Wales, New York, New Zealand North, New Zealand South, North Caucasus, Northern Provinces, Northern Territory, Norway, Oregon, Pakistan, Palestine, Paraguay, Pennsylvania, Primorye, Puerto Rico, Queensland, Romania, Sardegna, Saudi Arabia, Sicilia, Sinai, South Australia, South European Russia

Alternative deutsche Namen

Garten-AmarantGarten-Amarant, Garten-FuchsschwanzGarten-AmaranthGarten-FuchsschwanzGartenfuchsschwanzHängender FuchsschwanzInkaweizen
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren