Gerstenbrötchen
Die Gerste ist das älteste Brotgetreide, doch lassen sich aus ihr allein nur Fladen backen, da sie wenig Klebereiweiß (Gluten) enthält . Sobald es möglich war, wurde, um dickes Brot zu backen, dem Gerstenmehl Mehl aus kleberreichen Getreidearten (Einkorn, Emmer, Weizen, Roggen) beigemengt. Und Sauerteig, später auch Hefe.
In diesem alten Rezept aus dem Alpenraum geben Gerste und Sauerteig den Brötchen die leichte Verdaulichkeit, der Brotklee die typische Würze!
Zutaten
- 300.00 ml Trinkwasser
- 42.00 g Germ (Frischhefe)
- 100.00 g Roggensauerteig
- 200.00 g Roggen
- 200.00 g Weizen
- 200.00 g Gerste
- 2.00 gestrichener TL Salz
- 1.00 gestrichener TL Brotklee
- 2.00 EL Sauerrahm
Zubereitung
- 300.00 ml Trinkwasser — lauwarm
- 42.00 g Germ (Frischhefe)
- 100.00 g Roggensauerteig selbst machen selbst machen
- 200.00 g Roggen — Vollkornmehl
- 200.00 g Weizen — Mehl W700 (in Ö), 550 (in D)
- 200.00 g Gerste — Nacktgerste, Vollkorn
- 2.00 gestrichener TL Salz
- 1.00 gestrichener TL Brotklee
- 2.00 EL Sauerrahm — oder weiche Butter
In einer Teigschüssel Wasser mit Hefe, Sauerteig und Roggenmehl gründlich verrühren, Weizen- und Gerstenmehl darauf schütten, 20 Minuten bei 28° stehen lassen.
Nun die Gewürze und den Sauerrahm (Butter) zugeben, alles verrühren, in der Schüssel vorkneten, auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit den Handballen gründlich zu einer elastischen Teigkugel kneten, das dauert ca. 10 Minuten – oder die Maschine arbeiten lassen, wobei einem die handpflegenden Stoffe der Gerste entgehen;)
Teigling mit Mehl bestäubt und zugedeckt, je nach Temperatur, 1 – 2 Stunden gehen lassen, bis er sich ungefähr verdoppelt hat.
8 kleine Wecken daraus formen, mit warmem Wasser besprühen, mit einer Gabel „stupfen“ (nicht zu tief einstechen), 10 Minuten gehen lassen.
Backen: Heißluftbackrohr auf 200° vorheizen, nach dem Backstart die Temperatur auf 170° senken und 30 Minuten backen. Herausgenommen gleich mit kaltem Wasser besprühen.