Jetzt sammelbar: Blätter

Sauerkirsche

Prunus cerasus L.

Wildpflanze essbar
2 Fotos

Beschreibung

Die 'Sauerkirsche' ist eine eigene, kleinwüchsige und robuste Kirschenart.

Verwendete Pflanzenteile

Roh sind die Kirschen sauer und wenig ergiebig, eigenen sich aber auch für Marmeladen, Säfte und dergl. Schnelles Verarbeiten empfiehlt sich. Die Kerne eignen sich aufgrund ihrer wärmespeichernden Wirkung gut für Kirschkernsäckchen, die bei Blähungen oder Husten aufgelegt werden können.

Erläuterung

Kirschbäume sollen nach der Ernte, in der Regel während des Sommers, geschnitten werden. So werden ihr starkes Wachstum gebremst, die Fruchtbarkeit erhöht und dem Pilzbefall vorgebeugt. Die Wunden verheilen besser.

Portrait

Sie ist vermutlich aus Kreuzungen von Vogelkirsche und Steppenkirsche hervorgegangen und wird in der gesamten Nordhalbkugel als Obstbaum kultiviert, sogar noch auf 1600 m Höhe.

Sie wächst bevorzugt auf lockeren, leichten, nährstoff- und basenreichen, sandigen Lehmböden. Verwildert ist sie zusammen mit Weißdorn, Schlehe und Liguster in Hecken und Weinbergen zu finden.

 

Es werden 2 Unterarten der Sauerkirsche unterschieden:

  1. Die Baum-Sauerkirsche, zu der u.a. die Süßweichsel bzw. Morelle (Prunus cerasus subsp. cerasus var. austera) zählt. Die Früchte der Süßweichsel sind rot, süßsauer, mit färbendem Saft und gut steinlösend.
  2. Die Strauch-Sauerkirsche oder Schattenmorelle (Prunus cerasus subsp.acida). Sie entwickelt überhängende Zweige und Wurzelausläufer.

Sauerkirschen sind meistens selbstfruchtbar. Dadurch und durch ihren kleinen Wuchs sind sie für viele Hausgärten sehr geeignet, auch wenn sie, wie ihr deutscher Name verrät, säuerlich bis süßsauer schmecken, denn sie sind als Koch- oder Backzutat ungleich aromatischer als Süßkirschen!

 

Empfhelenswerte Sauerkirschen

Bewährte Sorten finden Sie  unter KULTIVIERUNG am Ende dieser Seite. 

Auch bei selbstfruchtbaren Sorten wird der Ertrag an roten Früchtchen gesteigert, wenn sich im Umkreis von 300 m noch eine zweite Sauerkirschenart als geeignete Befruchtersorte befindet. Bienen, die die Blüten befruchten, sind im Umkreis von mehreren hundert Metern unterwegs.

 

Muss man Sauerkirschenbäume schneiden?

Eine Anleitung, wie man Sauerkirschen richtig schneidet, finden Sie  h i e r !

 

Eingeteilt werden sowohl Süß- als auch Sauerkirschen nach „Kirschwochen“, d. h. nach dem voraussichtlichen Zeitpunkt ihrer Erntereife. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass die Kirschwochen um den 1. Mai beginnen. Dabei ist zu beachten, dass eine Kirschwoche keine Kalenderwoche dauert, sondern 15 Tage!

 

Daten der Kirschwochen

  1. Kirschwoche 01.–15. Mai
  2. Kirschwoche 16.–31. Mai
  3. Kirschwoche 01.–15. Juni
  4. Kirschwoche 16.–30. Juni
  5. Kirschwoche 01.–15. Juli
  6. Kirschwoche 16.–31. Juli
  7. Kirschwoche 01.–15. August
  8. Kirschwoche 16.–31. August
  9. Kirschwoche 01.–15. September
  10. Kirschwoche 16.–30. September
  11. Kirschwoche 01.–15. Oktober
  12. Kirschwoche 16.–31. Oktober

 

Sauerkirschen und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen

 

Süß- und Sauerkirschen unterscheiden sich, was die Inhaltsstoffe betrifft nur geringfügig: Die Süßkirsche hat ein Mehr an Süße, die Sauerkirsche mehr Beta-Carotin. Beide enthalten wenig Fette und Kohlenhydrate, dafür Ballaststoffe, die die Verdauung fördern und das schädliche Cholesterin senken, viele Mineralstoffe (v.a. Kalium, Kalzium, Zink, Eisen u.a.), Vitamine (Vitamin C, Folsäure), verschiedene Fruchsäuren und Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, vor allem Antioxidantien, welche die zellschädigenden freien Radikalen im menschlichen Körper neutralisieren.

Hinweise:

  • Kirschen reifen nicht nach! Darum schmecken ausgereifte Kirschen, die nur vom Baum (von Nachbars Baum? ;) in den Mund transportiert werden müssen, am besten. • Sie halten sich ein bis zwei Tage im Kühlschrank.
  • Erst kurz vor Verzehr waschen, da sie sonst schnell faulen.
  • Süßkirschen schmecken nur frisch. Für Zubereitungen sind Sauerkirschen vorzuziehen.
  • Kirschen-Gesundheitskur: Während der Kirschensaison täglich 250 g dieser Früchtchen verspeisen!
  • Kirschkerne enthalten Amygdalin (-> Blausäure) und dürfen daher nicht gegessen werden.

Erntekalender

Blätter early spring gekocht essbar

Die zartem Blätter sind für die Herstellung von Tees geeignet.

Früchte midsummer gekocht essbar

Roh sind die Kirschen sauer, eigenen sich jedoch besonders für Marmeladen, Säfte und dgl., die dann mehr Aroma aufweisen als aus Süßkirschen gemachte. Schnelles Verarbeiten empfiehlt sich.
Die Kerne eignen sich aufgrund ihrer wärmespeichernden Wirkung gut für Kirschkernsäckchen, die bei Blähungen oder Husten aufgelegt werden können.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

antioxidativ (Früchte) Volksheilkunde
blutfettregulierend (Früchte) Volksheilkunde
gewichtsreduzierend (Früchte) Volksheilkunde

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe Ballaststoff
Calcium Mineral
Eisen Mineral
Kalium Mineral
Zink Mineral
Anthocyane Sekundär
Beta-Carotin Sekundär
Carotinoide Sekundär
Flavonoide Sekundär
Gerbstoffe Sekundär
Polyphenole Sekundär
Tannine Sekundär
Vitamin B9 / Folsäure Vitamin
Vitamin C / Ascorbinsäure Vitamin
Vitamine Vitamin
Amygdalin
Benzaldehyd
Blausäure
Blausäurehaltige Glykoside
Flavanole
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Organische Säuren
Sekundäre Pflanzenstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Calcium

Calcium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ca und der Ordnungszahl 20. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Erdalkalimetallen. Die Schreibweise Calcium entspricht der IUPAC-Norm und gilt als fachsprachlich.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe und der Ordnungszahl 26. Es gehört zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem die 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen IUPAC­-Zählung die Gruppe 8 (Eisengruppe) bilden. Eisen ist, auf den Massenanteil (ppmw) bezogen, nach Sauerstoff, Silicium und Aluminium das vierthäufigste Element in der Erdkruste und nach Aluminium das häufigste Metall.

Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Zink

Zink ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Zn und der Ordnungszahl 30. Zink wird zu den Übergangsmetallen gezählt, nimmt aber darin eine Sonderstellung ein, da es wegen der abgeschlossenen d-Schale in seinen Eigenschaften eher den Erdalkalimetallen ähnelt. Nach der veralteten Zählung wird die Zinkgruppe als 2. Nebengruppe bezeichnet, nach der aktuellen IUPAC-Nomenklatur bildet Zink mit Cadmium, Quecksilber und dem ausschließlich in der Forschung relevanten Copernicium die Gruppe 12. Es ist ein bläulich-weißes sprödes Metall und wird unter anderem zum Verzinken von Eisen und Stahlteilen sowie für Regenrinnen verwendet. Zink ist für alle Lebewesen essentiell und Bestandteil wichtiger Enzyme. Der Name Zink kommt von Zinke, Zind, da Zink zackenförmig erstarrt.

Anthocyane

Anthocyane oder Anthozyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die im Zellsaft nahezu aller höheren Pflanzen vorkommen und Blüten und Früchten eine intensive rote, violette oder blaue Färbung verleihen.

Beta-Carotin

Carotine (Plural zu Carotin, von lateinisch carota „Karotte“) sind zu den Terpenen zählende ungesättigte Kohlenwasserstoffe mit der Summenformel C40Hx, die als rotgelbe Naturfarbstoffe in vielen Pflanzen vorkommen, besonders in deren farbigen Früchten, Wurzeln und Blättern.

Carotinoide

Als Carotinoide, auch Karotinoide, wird eine umfangreiche Klasse natürlich vorkommender fettlöslicher Pigmente (Lipochrome) bezeichnet, denen chemisch als Grundgerüst ein Tetraterpen gemeinsam ist.

Flavonoide

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Gerbstoffe

Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Eine abgezogene Tierhaut wird durch die Behandlung mit Gerbstoffen in Leder umgewandelt, was z. B. Fäulnis verhindert. Es gibt in der Natur vorkommende (natürliche) Gerbstoffe und künstlich hergestellte (synthetische) Gerbstoffe.

Polyphenole

Polyphenole sind chemische Verbindungen aus der Stoffgruppe der Phenole beziehungsweise Hydroxyaromaten. Es gibt in der Literatur unterschiedliche Definitionen, welche Verbindungen den Polyphenolen zugeordnet werden können. Zumeist werden natürliche, in Pflanzen vorkommende Verbindungen, die mehr als einen Phenolring enthalten, den pflanzlichen Polyphenolen zugeordnet. Vereinzelt werden auch aromatische Verbindungen, die zwei oder mehr direkt an einen aromatischen Ring gebundene Hydroxygruppen enthalten, als Polyphenole bezeichnet.

Tannine

Die Tannine sind pflanzliche Gerbstoffe, die in einigen bedecktsamigen Stauden, Sträuchern, Baumblättern und anderen Pflanzenteilen besonders der Tropen und Subtropen weit verbreitet sind und von pflanzenfressenden Säugetieren aufgenommen werden. Diese Verbindungen haben eine molare Masse von 300–5000 g/mol. Als Monomer tritt häufig die Gallussäure und die Ellagsäure auf.

Vitamin B9 / Folsäure

Folsäure, auch Vitamin B9 oder Folat genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin. Wirkung : Die hitze-, sauerstoff- und lichtempfindliche FOLSÄURE (UV-Strahlung reduziert Folsäure sogar im menschlichen Körper) hat großen Einfluss auf Zellteilung und Zellneubildung. Sie hilft mit, Wirbel- und Rückenmarkschäden (Spina bifida) bei Neugeborenen zu verhindern und wirkt mit bei Blutbildung, Aufbau der Schleimhäute, Verhütung von Arteriosklerose. Speicherung: Durch ihre Wasserlöslichkeit wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamin C / Ascorbinsäure

ASCORBINSÄURE, auch VITAMIN C genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin und zählt zu den organischen Säuren. Vitamin C wird mit einer ausgewogenen Mischkost, die neben Obst und Gemüse auch Wildpflanzen und Wildbeeren (Sanddorn!) enthält, dem menschlichen Körper in ausreichendem Maße zugeführt. Kochtipp: Normalerweise sinkt der Vitamin C-Gehalt beim Einweichen, Trocknen, Kochen der Pflanzen, sowie bei der Lagerhaltung. Eine wichtige Ausnahme bilden die Kohlpflanzen: In ihnen ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden, sodass sie kurz gekocht mehr Vitamin C enthalten als roh!   Wirkungen der Ascorbinsäure bzw. des Vitamins C : Es ist als starkes Antioxidans wichtig für Zellschutz, Immunsystem, Bindegewebe, glatte, feste Haut, gesunde Blutgefäße. Es fördert die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Durch die Wasserlöslichkeit von Ascorbinsäure / Vitamin C wird ein Zuviel in der Regel ohne negative Folgen mit dem Urin ausgeschieden.

Vitamine

Ein Vitamin ist eine organische Verbindung, die ein Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine müssen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie gehören zu den essentiellen Stoffen. Pflanzen benötigen normalerweise keine zusätzlichen Vitamine, sie können alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst synthetisieren.

Amygdalin

Amygdalin ist ein cyanogenes Glycosid, das in Gegenwart von Wasser und dem Enzymgemisch Emulsin Blausäure (HCN) abspaltet.

Benzaldehyd

Benzaldehyd [ˈbɛnt͡s|aldehyːt] ist eine organische Verbindung und der einfachste aromatische Aldehyd. Benzaldehyd bildet eine farblose bis gelbliche, bittermandelartig riechende, brennend aromatisch schmeckende Flüssigkeit.

Blausäure

Cyanwasserstoff ist eine farblose bis leicht gelbliche, brennbare, sehr flüchtige und wasserlösliche Flüssigkeit. Die Bezeichnung Blausäure rührt von der früheren Gewinnung aus Eisenhexacyanidoferrat her, einem lichtechten tiefblauen Pigment. Das Wort Cyan geht zurück auf das altgriechische Wort κυάνεος kyáneos, das auf deutsch ‚dunkelblau‘ bedeutet.

Blausäurehaltige Glykoside

Blausäurehaltige Glykoside (Cyanogene Glykoside) sind Verbindungen aus Kohlenhydraten und Blausäure . Sie kommen in zahlreichen Pflanzen vor.   Warnung: Auch wenn beim gesunden Menschen das Enzym Rhodanase - es kommt insbesondere in seiner Leber vor – winzige Mengen an Cyaniden zu entgiften vermag, dürfen Pflanzen, die blausäurehaltige Glykoside enthalten, erst nach entgiftender Behandlung als Nahrungsmittel genommen werden, denn Blausäure (Cyanwasserstoff), die in den Körper gelangt, kann von Übelkeit, über neurologische Ausfallserscheinungen, bis hin zum Tod führen. Man geht davon aus, dass verzehrte Bittermandeln in der Menge von einer Bittermandel pro Kilogramm Körpergewicht zu tödlichen Vergiftungserscheinungen führen. Besonders gefährdet sind Kinder: Sie wiegen nicht viel, also genügen wenige Kerne um sie zu schädigen. Aber Kinder probieren gerne Kerne, von denen die meisten blausäurehaltig sind, neben Bittermandeln auch besonders die von Pfirsichen, Nektarinen, verschiedenen Aprikosenarten, Zwetschken, Pflaumen.   Kochtipps: Nahrungsmittel, die blausäurehaltige Glykoside enthalten, erst nach Zerkleinern (außerhalb des Mundes), Wässern und Kochen bzw. Backen mit Wassergehalt zu sich nehmen. Werden solche Nahrungsmittel (Aprikosenkerne, Bittermandeln, Pfirsichkerne, Pflaumenkerne, Maniok, Bambussprossen, Holunderfrüchte, Grünkern, Kirsch-, Apfel-, Quitten-, Birnenkerne, Apfelbeeren, Leinsamen, … roh gegessen, findet die Spaltung von Amygdalin in Blausäure, Bittermandelöl und Glucose erst im Körper statt und der Körper nimmt die sehr giftige Blausäure auf. Zum Würzen unproblematisches Bittermandelaroma verwenden.

Flavanole

Die Flavonoide sind eine Gruppe von Naturstoffen, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Flavonoide zählen zur Gruppe der Polyphenole. Sie leiten sich formal vom Grundkörper Flavan (2-Phenylchroman) ab: zwei aromatische Ringe, die durch einen Tetrahydropyran-Ring verbunden sind. In der Natur gibt es rund 8000 Verbindungen, deren Vielfalt durch verschiedene Oxidationsstufen im sauerstoffhaltigen Ring, unterschiedliche Substitutionen an den aromatischen Ringen und das Anhängen von Zuckern (Glykosid-Bildung) entsteht. Die Biosynthese verläuft über den Shikimisäureweg.

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Organische Säuren

Organische Säuren sind chemische Verbindungen, die über eine oder mehrere funktionelle Gruppen oder andere Strukturelemente verfügen, die unter Abgabe von Protonen mit Wasser oder anderen protonierbaren Lösungsmitteln Gleichgewichtsreaktionen eingehen. Dabei entstehen die jeweiligen Anionen der betreffenden organischen Säuren und die Protonen werden im Fall von Wasser als Lösungsmittel, das als Protonenakzeptor und damit als Base reagiert, unter Bildung von Oxoniumionen H3O+, aufgenommen. Die Konzentration der Oxoniumionen in der Lösung ist dann größer als die Konzentration von Hydroxidionen, sodass die Lösung als sauer bezeichnet wird:

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Herz-Kreislauf-Stärkung Volksheilkunde
Die Sauerkirsche wird traditionell zur Unterstützung der Herzfunktion eingesetzt, da ihre Inhaltsstoffe das Herz-Kreislauf-System tonisieren sollen.
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Herzbeschwerden - nervöse Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt die Sauerkirsche als beruhigend und wird bei nervösen Herzbeschwerden eingesetzt, um das Nervensystem zu entspannen.
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Anti-Aging Volksheilkunde
Aufgrund ihres hohen Gehalts an Antioxidantien gilt die Sauerkirsche in der Volksheilkunde als verjüngend und wird zur Unterstützung der Hautgesundheit eingesetzt.
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Verstopfung Volksheilkunde
Die Sauerkirsche gilt in der Volksheilkunde als mild abführend und wird zur Regulierung der Verdauung und Linderung von Verstopfung verwendet.
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Altersbeschwerden Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird die Sauerkirsche zur Unterstützung bei Alterungsprozessen verwendet, da ihre Nährstoffe Vitalität und Wohlbefinden fördern sollen.
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Gewichtsreduzierung Volksheilkunde
Die Sauerkirsche wird traditionell bei Gewichtsmanagement eingesetzt, da sie stoffwechselanregend wirken und die Verdauung unterstützen soll.
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Hilft bei

Andere Namen

WeichselWeichselkirscheMorelle

Merkmale

Verwendung HeilpflanzeNahrungspflanzeObstVerzehrtauglichkeit DestillierenEinfrierenEinmachenEntsaftenGenussnahrungKochenNotnahrungRohkostSaftTrocknenNützlingspflanze Pflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBauerngartenpflanzeBienenweideGartenKübelbepflanzungWildheckezum Verwildern geeignetZierpflanze
Vorkommen HöhenstufenFlachlandGebirgeHügellandMittelgebirgeLebensraumGärtenHeckenWeingärten
Blütezeit Vollfrühling | MaiErstfrühling | April
Wuchsform StrauchBaum

Aussaat & Pflege

first spring

Baum

late summer

Zweige

Rezepte mit dieser Pflanze

Vogelwelt

Diese Vögel lieben Sauerkirsche:

Steckbrief

Familie
Rosaceae
Gattung
Prunus
Ordnung
Rosales
Klasse
Magnoliopsida
Lebensform
Baum
Habitat
Hedges in S. England.
Essbarkeit
★☆☆☆☆
Heilwirkung
★★☆☆☆

Anbau & Pflege

Thrives in a well-drained moisture-retentive loamy soil. Prefers some lime in the soil but is likely to become chlorotic if too much lime is present. Prefers an acid soil according to another report. Succeeds in sun or partial shade though it fruits better in a sunny position. Plants are succeeding in a fairly exposed maritime position at Rosewarne in N. Cornwall[K]. Plants are hardy to about -20°c. Long cultivated for its edible fruit, there are many named varieties. See separate entries for the various sub-species[K]. It is also a parent, with P. avium, of many cultivars of sweet cherries. Many cultivars will succeed on a north or east facing wall. Most members of this genus are shallow-rooted and will produce suckers if the roots are damaged. Plants produce suckers freely. Plants in this genus are notably susceptible to honey fungus. The plant is heat tolerant in zones 8 through 1. (Plant Hardiness Zones show how well plants withstand cold winter temperatures. Plant Heat Zones show when plants would start suffering from the heat. The Plant Heat Zone map is based on the number of "heat days" experienced in a given area where the temperature climbs to over 86 degrees F (30°C). At this temperature, many plants begin to suffer physiological damage. Heat Zones range from 1 (no heat days) to 12 (210 or more heat days). For example Heat Zone. 11-1 indicates that the plant is heat tolerant in zones 11 through 1.) For polyculture design as well as the above-ground architecture (form - tree, shrub etc. and size shown above) information on the habit and root pattern is also useful and given here if available. A sprouting standard sending up shoots from the base [1-2].
Vermehrung: Seed - requires 2 - 3 months cold stratification and is best sown in a cold frame as soon as it is ripe. Sow stored seed in a cold frame as early in the year as possible. Protect the seed from mice etc. The seed can be rather slow, sometimes taking 18 months to germinate. Prick out the seedlings into individual pots when they are large enough to handle. Grow them on in a greenhouse or cold frame for their first winter and plant them out in late spring or early summer of the following year. Cuttings of half-ripe wood with a heel, July/August in a frame. Softwood cuttings from strongly growing plants in spring to early summer in a frame. Layering in spring. Division of suckers during the dormant season. They can be planted out direct into their permanent positions.

Essbare Verwendung

Edible Parts: Fruit Oil Oil Seed Edible Uses: Gum Gum Oil Oil Tea Fruit - raw or cooked. Pleasantly acid, the fruit can be eaten out of hand, used in pies, preserves etc or dried for later use. The fruit is about 18mm in diameter and contains one large seed. Seed - raw or cooked. Do not eat the seed if it is too bitter - see the notes above on toxicity. An edible oil is obtained from the seed. When refined it is used as a salad oil. The leaves are used as a tea substitute. A gum obtained from the trunk is used for chewing.

Weitere Nutzung

Adhesive Dye Gum Gum Hedge Hedge Oil Oil Wood Agroforestry Uses: Plants can be grown as a hedge[50 ], succeeding in fairly exposed positions[K ]. An excellent nectar plant, yielding both nectar and pollen[74 ]. Other Uses: An edible drying oil obtained from the seed is also used in cosmetics[61 ]. Seeds contain an almond -flavoured fatty oil (24 - 35%) which rapidly becomes more bitter; this is used in the manufacture of soap and is suitable for burning. The oil contains a large quantity of amygdalin[74 ]. The stones are used as well: according to American data, 1,000 tons of stones yields 448 tons of kernels which can yield to 96,235.5 kg (95,563 liters) of syrup, 22,736 liters of spirits, 338,130 liters qf gum, 200 tons of powder, 3 tons of essential oil, and 4.134 tons of fatty oil[74 ]. The gum obtained from the stem can be used as an adhesive[61 , 64 ]. It is used in the manufacture of cloth[74 ] (as a size?). A green dye can be obtained from the leaves[168 ]. A dark grey to green dye can be obtained from the fruit[168 ]. The plant can be used as a rootstock for cultivated cherries[74 ]. The plant is used in breeding programmes for the sweet cherry. The bark contains 5 - 7% tannins, including some quercetin[74 ]. The yellowish red wood is compact, rather heavy. It is suitable for use in woodwork and lathework for making pipes, cigarette holders, hoops for barrels etc[74 ].

Verbreitung

Heimisch: Hole, North America, North Caucasus, Ringebu, Sandar, Vanylven Eingeführt: AL, AM, AT, AU, Afghanistan, Alaska, Altay, Argentina South, Austria, Baltic States, Belgium, British Columbia, Brussels-Capital Region, Bulgaria, California, Canary Is., Central European Russia, Connecticut, Czechia-Slovakia, Delaware, District of Columbia, East European Russia, East Himalaya, Flemish Region, France, Georgia, Germany, Great Britain, Hungary, Idaho, Illinois, Indiana, Iowa, Iran, Ireland, Irkutsk, Italy, Kansas, Kazakhstan, Kentucky, Korea, Madeira, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Missouri, Montana, NW. Balkan Pen., Nebraska, New Brunswick, New Hampshire, New Jersey, New Mexico, New South Wales, New York, New Zealand North, New Zealand South, North Carolina, North European Russia, Nova Scotia, Ohio, Ontario, Oregon, Pakistan, Pennsylvania, Poland, Portugal, Prince Edward I., Québec, Rhode I., Sardegna, Sicilia, South European Russia, Spain, Sweden, Switzerland, Tadzhikistan, Transcaucasus, Turkmenistan, Türkiye, Ukraine, Uzbekistan, Vermont, Virginia, Walloon Region, Washington, West Himalaya, West Siberia, West Virginia, Xinjiang

Alternative deutsche Namen

Artengruppe Sauer-KirscheSauer-KirscheSauerkirscheSauerkirschenbaumStrauchige Sauer-KirscheWeichselWeichselkirsche
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren