Schwarzer Winterrettich
Raphanus sativus L. var. niger J. Kern · auch: Rettich, Winter-
Beschreibung
Diesen kugeligen (ca. 8 cm Durchmesser), schwarzen, würzigen Winterrettich mit weißem, festem Fleisch schützt eine derbe Haut vor dem Austrocknen. Er ist dadurch sehr gut lagerfähig! Es gibt von ihm auch längliche Varietäten mit ca. 20 cm langer und 6 cm dicker Rübenwurzel.
Beide Sorten sind ein ausgezeichnetes Wintergemüse mit hohem gesundheitlichem Wert, das roh und auch gekocht verspeist werden kann.
Von allen Rettichsorten stärken die Schwarzen Rettiche das Immunsystem am besten! Und das gerade in der dunklen, kalten Zeit.
Tipps:
- Sät man Rettiche bzw. Radieschen gemeinsam mit Gartenkresse, bevorzugen Erdflöhe die Kresse und verschonen Rettiche bzw. Radieschen. Außerdem entwickeln die Rettiche mehr Aroma.
- Bewährte Mischkultur-Kombination:
- Zuckerhut, Gartenkresse, Winterrettich, Kerbel, Spinat
- In die abgeernteten Reihen von Gartenkresse und Kerbel wird Winterportulak gesät.
- Zuckerhut, Gartenkresse, Winterrettich, Kerbel, Spinat
Verwendete Pflanzenteile
Hält sich ohne Blätter im Gemüsefach des Kühlschranks oder im kühlen Keller in Sand eingelagert bis in den Spätwinter.
Erläuterung
Später Pflanzen auf 20 cm vereinzeln. Bei zu viel Stickstoff im Boden wird die Rübe hohlherzig.
Portrait
Küchentipps:
- Solange die Haut frisch und straff ist, kann sie mitgegessen werden. Später wird der Rettich mit einem Sparschäler (Kartoffelschäler) geschält.
- Zur Verwendung als Salat wird er fein geraspelt. Wird er im Mischgemüse oder in Suppen und Eintöpfen mitgekocht, genügt es, ihn in kleinere Würfel oder Stifte zu schneiden.
- Die heilsamen, scharfen Senföle des Rettichs beginnen beim Zerkleinern der Wurzel nach Schwefel zu "duften". Durch längeren Kontakt mit Luft, Salz und Essig, bzw. Zitronen- und Orangensaft, verringert sich ihre Schärfe.
Gesundheitstipp:
Rettich-Hustensaft, ein altes, oft angewendetes Rezept:
Schwarzer Winterrettich enthält viel Immunkräfte stärkendes Vitamin C, Fruchsäuren und Mineralstoffe sowie scharfe, schwefelhältige Senföle, welche durch ihre antibakteriellen Wirkungen Erkältungskrankheiten - wie Schnupfen und Husten - vorbeugen und ihre Heilung fördern, besonders wenn sie, wie beim Rettich-Hustensaft, in Kombination mit Honig eingenommen werden.
Wie wird Rettich-Hustensaft gemacht? Wie wird er angewendet?
- Schwarzen Rettich aushöhlen, dabei rundum einen 1 - 2 cm dicken Rand lassen. (Das Fleisch in einer Minestrone aus Hühnerbrühe verwenden.)
- Diese "Rettichschüssel" wird mit echtem Bienenhonig etwas über die Hälfte befüllt.
- Zugedeckt mit einer Porzellanschüssel 8 - 12 Stunden stehen ("ziehen") lassen.
- Der entstehende Saft wird je nach Bedarf 2 - 4 x täglich von Kindern teelöffelweise, von Erwachsenen esslöffelweise eingenommen: Vor dem Schlucken kurze Zeit im Mund behalten. 30 Minuten vor und nach der Einnahme weder etwas essen noch trinken.
Erntekalender
Hält sich ohne Blätter im Gemüsefach des Kühlschranks- oder im kühlen Keller in Sand eingelagert - bis in den Spätwinter.
Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.
Traditionell beschriebene Eigenschaften
Fördert die Gallen- und Magensaftsekretion. Enthält Ballaststoffe.
Bei Hildegard zudem reinigende Wirkung auf das Gehirn.
Bei Gallensteinen kontraindiziert!
Samen für die Teezubereitung mörsern.
Gegenanzeige: Gallensteine!
Inhaltsstoffe
Details zu den Inhaltsstoffen
Traditionelle Verwendung
Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.
Bei saurem Magen bewirkt Rettich Sodbrennen und Aufstoßen.
Hilft bei
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Merkmale
Aussaat & Pflege
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