Heilpflanze: verdauungsfördernd, hautreinigend, schleimlösend

Schwarzer Winterrettich

Raphanus sativus L. var. niger J. Kern · auch: Rettich, Winter-

Kulturpflanze essbar
4 Fotos

Beschreibung

Diesen kugeligen (ca. 8 cm Durchmesser), schwarzen, würzigen Winterrettich mit weißem, festem Fleisch schützt eine derbe Haut vor dem Austrocknen. Er ist dadurch sehr gut lagerfähig! Es gibt von ihm auch längliche Varietäten mit ca. 20 cm langer und 6 cm dicker Rübenwurzel.

Beide Sorten sind ein ausgezeichnetes Wintergemüse mit hohem gesundheitlichem Wert, das roh und auch gekocht verspeist werden kann. 

Von allen Rettichsorten stärken die Schwarzen Rettiche das Immunsystem am besten! Und das gerade in der dunklen, kalten Zeit.

 

Tipps:

  • Sät man Rettiche bzw. Radieschen gemeinsam mit Gartenkresse, bevorzugen Erdflöhe die Kresse und verschonen Rettiche bzw. Radieschen. Außerdem entwickeln die Rettiche mehr Aroma.
  • Bewährte Mischkultur-Kombination:
    • Zuckerhut, Gartenkresse, Winterrettich, Kerbel, Spinat
      • In die abgeernteten Reihen von Gartenkresse und Kerbel wird Winterportulak gesät.

Verwendete Pflanzenteile

Hält sich ohne Blätter im Gemüsefach des Kühlschranks oder im kühlen Keller in Sand eingelagert bis in den Spätwinter.

Erläuterung

Später Pflanzen auf 20 cm vereinzeln. Bei zu viel Stickstoff im Boden wird die Rübe hohlherzig.

Portrait

Küchentipps:

  • Solange die Haut frisch und straff ist, kann sie mitgegessen werden. Später wird der Rettich mit einem Sparschäler (Kartoffelschäler) geschält.
  • Zur Verwendung als Salat wird er fein geraspelt. Wird er im Mischgemüse oder in Suppen und Eintöpfen mitgekocht, genügt es, ihn in kleinere Würfel oder Stifte zu schneiden.   
  • Die heilsamen, scharfen Senföle des Rettichs beginnen beim Zerkleinern der Wurzel nach Schwefel zu "duften". Durch längeren Kontakt mit Luft, Salz und Essig, bzw. Zitronen- und Orangensaft, verringert sich ihre Schärfe.   

Gesundheitstipp:

Rettich-Hustensaft, ein altes, oft angewendetes Rezept:
Schwarzer Winterrettich enthält viel Immunkräfte stärkendes Vitamin C, Fruchsäuren und Mineralstoffe sowie scharfe, schwefelhältige Senföle, welche durch ihre antibakteriellen Wirkungen Erkältungskrankheiten - wie Schnupfen und Husten - vorbeugen und ihre Heilung fördern, besonders wenn sie, wie beim Rettich-Hustensaft, in Kombination mit Honig eingenommen werden. 

Wie wird Rettich-Hustensaft gemacht? Wie wird er angewendet? 

  1. Schwarzen Rettich aushöhlen, dabei rundum einen 1 - 2 cm dicken Rand lassen. (Das Fleisch in einer Minestrone aus Hühnerbrühe verwenden.)
  2. Diese "Rettichschüssel" wird mit echtem Bienenhonig etwas über die Hälfte befüllt.
  3. Zugedeckt mit einer Porzellanschüssel 8 - 12 Stunden stehen ("ziehen") lassen.
  4. Der entstehende Saft wird je nach Bedarf 2 - 4 x täglich von Kindern teelöffelweise, von Erwachsenen esslöffelweise eingenommen: Vor dem Schlucken kurze Zeit im Mund behalten. 30 Minuten vor und nach der Einnahme weder etwas essen noch trinken.  

Erntekalender

Rübe late autumn gekocht essbar

Hält sich ohne Blätter im Gemüsefach des Kühlschranks- oder im kühlen Keller in Sand eingelagert - bis in den Spätwinter.

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Traditionelle Heilkunde

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Wichtig: Die folgenden Angaben stammen aus der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben traditionelles Wissen, stellen keine medizinische Empfehlung dar und ersetzen keine ärztliche Beratung (Details). Teile der Beschreibungen werden KI-gestützt aufbereitet und redaktionell geprüft.

Traditionell beschriebene Eigenschaften

verdauungsfördernd (ganze Pflanze) VolksheilkundeHomöopathieTCM

Fördert die Gallen- und Magensaftsekretion. Enthält Ballaststoffe.

hautreinigend (ganze Pflanze) HomöopathieHildegardmedizin

Bei Hildegard zudem reinigende Wirkung auf das Gehirn.

schleimlösend (Rübe) VolksheilkundeHildegardmedizin
antibiotisch (Rübe) Volksheilkunde
gallentreibend (Rübe) Volksheilkunde

Bei Gallensteinen kontraindiziert!

hustenreizlindernd (Samen) Volksheilkunde

Samen für die Teezubereitung mörsern.

Gegenanzeige: Gallensteine!

Inhaltsstoffe

Ballaststoffe Ballaststoff
Calcium Mineral
Eisen Mineral
Kalium Mineral
Magnesium Mineral
Natrium Mineral
Phosphor Mineral
Bitterstoffe Sekundär
Ätherische Öle Sekundär
Glucosinolate
Gruppen
Mikronährstoffe
Mineralstoffe
Raphasatin
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sulphoraphan
Details zu den Inhaltsstoffen
Ballaststoffe

Ballaststoffe sind weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile, meist Kohlenhydrate, die vorwiegend in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen. Sie finden sich vor allem in Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Obst, Gemüse, Nüssen und Saaten.

Calcium

Calcium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ca und der Ordnungszahl 20. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und zählt daher zu den Erdalkalimetallen. Die Schreibweise Calcium entspricht der IUPAC-Norm und gilt als fachsprachlich.

Eisen

Eisen ist ein chemisches Element mit dem Symbol Fe und der Ordnungszahl 26. Es gehört zu den Übergangsmetallen, die im Periodensystem die 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen IUPAC­-Zählung die Gruppe 8 (Eisengruppe) bilden. Eisen ist, auf den Massenanteil (ppmw) bezogen, nach Sauerstoff, Silicium und Aluminium das vierthäufigste Element in der Erdkruste und nach Aluminium das häufigste Metall.

Kalium

Kalium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe bzw. der 1. IUPAC-Gruppe und zählt zu den Alkalimetallen.

Magnesium

Magnesium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mg und der Ordnungszahl 12. Im Periodensystem der Elemente steht es in der zweiten Hauptgruppe bzw. der 2. IUPAC-Gruppe und gehört damit zu den Erdalkalimetallen.

Natrium

Natrium ist ein chemisches Element mit dem Symbol Na und der Ordnungszahl 11. Im Periodensystem der Elemente steht es in der 3. Periode und als Alkalimetall in der 1. IUPAC-Gruppe bzw. 1. Hauptgruppe. Natrium ist ein Reinelement, dessen einziges stabiles Isotop 23Na ist.

Phosphor

Phosphor ist ein chemisches Element mit dem Symbol P und der Ordnungszahl 15. Im Periodensystem steht es in der fünften Hauptgruppe, bzw. 15. IUPAC-Gruppe oder Stickstoffgruppe.

Bitterstoffe

Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die durch Aktivierung von T2R einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie können sowohl aus der Natur kommen als auch synthetisch hergestellt werden. Bitterstoffe sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind leicht flüchtige und häufig leicht entzündbare Stoffgemische, die aus verschiedenen ineinander löslichen, organischen Stoffen wie Kohlenwasserstoffen, Alkoholen, Ketonen oder Terpenen bestehen. Es handelt sich um stark riechende Stoffgemische ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind und aus pflanzlichen Ausgangsstoffen stammen.

Glucosinolate

Die Senfölglycoside, auch Glucosinolate, gehören zur Stoffgruppe der Glycoside. Da das Aglycon über ein Schwefelatom an den Zuckerteil (Glycon) gebunden ist, spricht man genauer von einem Thioglycosid. Die Zuckerkomponente ist Glucose, zusätzlich weisen die Verbindungen jeweils eine Sulfatgruppe auf.

Gruppen

Familienname

Mikronährstoffe

Zu den Mikronährstoffen zählen Vitamine, Mineralstoffe und Sekundäre Pflanzenstoffe (= Phytamine, Sekundärmetabolite, Phytochemicals ). Sie dienen als Cofaktor für essenzielle Enzymreaktionen, für Antioxidation, zum Aufbau von Makromolekülen, zur ganzheitlichen Gesunderhaltung. Mikronährstoffe werden dem Körper normalerweise bei ausgewogener Vollwert-Ernährung in ausreichender Menge zugeführt, besonders dann, wenn immer wieder Speisen mit Wildpflanzen verzehrt werden. Das Geschenk der Wildpflanzen an uns ist ihr Reichtum an Mikronährstoffen !

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die Organismen selbst nicht herstellen können. Daher müssen sie mit der Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Die hier genannten Stoffe betreffen ausschließlich den menschlichen oder tierischen Organismus. Pflanzen, Pilze und Bakterien benötigen teilweise andere Mineralstoffe.

Raphasatin

Raphasatin zählt als Senföl zu den Glucosinolaten.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, die für die Pflanze nicht lebensnotwendig sind. Sekundäre Pflanzenstoffe gehören zu den Naturstoffen. Sie können gesundheitsfördernde Eigenschaften haben oder für den menschlichen Körper giftig wirken.

Sulphoraphan

Sulphoraphan ist ein Senföl des Glucosinolats Glucoraphenin. Als ein starkes Antioxitans zeichnet es sich durch eine hemmende Wirkung auf Krebszellen und Helicobacter pylori aus.

Traditionelle Verwendung

Diese Angaben stammen aus Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde. Sie beschreiben, wofür die Pflanze traditionell verwendet wurde — sie sind keine medizinische Empfehlung und ersetzen keinen Arztbesuch.

Grippaler Infekt Volksheilkunde
Der Schwarze Winterrettich wird in der Volksheilkunde bei grippalen Infekten eingesetzt, da ihm immunstärkende Eigenschaften zugeschrieben werden.
Dieser Abschnitt wurde KI-gestützt erstellt und wartet auf redaktionelle Prüfung.
Husten Volksheilkunde
Traditionell gilt der Schwarze Winterrettich als hilfreich bei Husten, insbesondere in Form von Rettichsaft, dem eine schleimlösende Wirkung nachgesagt wird.
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Bronchitis Volksheilkunde
In der Volksheilkunde wird der Schwarze Winterrettich bei Bronchitis verwendet, da die darin enthaltenen Senföle entzündungshemmend wirken sollen.
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Magensäuremangel Volksheilkunde
Der Schwarze Winterrettich gilt in der Volksheilkunde als Magenbitter, der die Magensaftsekretion anregen und bei Magensäuremangel unterstützend wirken soll.
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Darmentgiftung Volksheilkunde
Traditionell wird der Schwarze Winterrettich zur Darmentgiftung eingesetzt, da ihm reinigende und entgiftende Eigenschaften zugeschrieben werden.
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Verstopfung Volksheilkunde
Der Schwarze Winterrettich wird in der Volksheilkunde bei Verstopfung verwendet, da er durch seine Ballaststoffe die Darmtätigkeit anregen soll.
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Verdauungsbeschwerden Volksheilkunde
In der Volksheilkunde gilt der Schwarze Winterrettich als verdauungsfördernd und wird bei verschiedenen Verdauungsbeschwerden traditionell eingesetzt.
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Bei saurem Magen bewirkt Rettich Sodbrennen und Aufstoßen.

Hilft bei

Andere Namen

Schwarzer WinterrettichRunder Schwarzer Winter

Merkmale

Verwendung NutzpflanzeHeilpflanzeNahrungspflanzeGemüse und Salat BlattgemüseRübengemüseWintergemüseVerzehrtauglichkeit EinmachenEntsaftenFermentierenKochenRohkostSaftPflanzen- und SamenhandelWeitere Nutzung von PflanzenAnbaueignungalte KulturpflanzeBauerngartenpflanzeGarten
Vorkommen LebensraumGärten
Blütenfarbe violettrosa
Wuchsform krautige Pflanze / Staude

Aussaat & Pflege

early summer

Samen

Nachbarn im Garten

Schlechte Nachbarn:

Lade Nachbarschaftsgraph...

Rezepte mit dieser Pflanze

Steckbrief

Familie
Brassicaceae
Gattung
Raphanus
Ordnung
Brassicales
Klasse
Magnoliopsida
Licht
7/10
Feuchtigkeit
5/10
Boden
8/10
pH-Wert pH 7.5 – 8

Verbreitung

Heimisch: cult. Eingeführt: SE
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren