Hexen-Heilsalbe mit Wurzeln + Harz
Diese in ihrer Anwendung angenehme Heilsalbe lindert Hexenschuss, Muskelkater, Muskel-, Gelenk- und Bandscheibenschmerzen, sofern sie bei Bedarf zwei- bis mehrmals täglich leicht massierend dünn aufgetragen wird. Sie kann auch bei kleineren Verletzungen und bei Prellungen verwendet werden.
Tollkirschenblätter werden als Hommage an die kräuterkundigen Frauen, die als Hexen bezeichnet und verfolgt worden waren, in die Rezeptur dieser Heilcreme eingearbeitet und verleihen ihr unter Schmunzeln die volkstümliche Bezeichnung „Hexensalbe“. Zudem werden nach eigener Erfahrung und auch laut Dr. S. Bäumler (in „Heilpflanzenpraxis Heute“) in der Volksheilkunde Tollkirschenblätter u. a. bei Muskelschmerzen verwendet. In geringer Dosierung, versteht sich.
Die im Rezept verwendeten Pflanzen werden auf wildfind vorgestellt und ihre Wirkungen beschrieben, wobei zu beachten ist, dass „Wintergrünöl“ das ätherische Öl der „Niederen Scheinbeere“ ist.
- Beinwellwurzeln 50.00 g
- Meisterwurzwurzel 50.00 g
- Fichtenharz 50.00 g
- Tollkirschenblätter 2.00
- Ziegenbutter 200.00 g
- Bienenwachs 20.00 g
- Wollwachsalkohol 20.00 g
- Arnikatinktur 50.00 ml
- Johanniskrautöl 50.00 ml
- naturreines äth. Wintergrünöl 200.00 Tropfen
- naturreines äth. Wacholderbeerenöl 40.00 Tropfen
Zubereitung
- 50.00 g Beinwellwurzeln — frisch. Getrocknet: 30 g
- 50.00 g Meisterwurzwurzel — frisch. Getrocknet:30 g. Alternative: Beinwellwurzel
- 50.00 g Fichtenharz — selbst gesammeltes
- 2.00 Tollkirschenblätter — Alternativen: Blätter von Wurmfarn, Adlerfarn, Lorbeer
- 200.00 g Ziegenbutter — Alternative: Schweinefett
- 20.00 g Bienenwachs
- 20.00 g Wollwachsalkohol
- 50.00 ml Arnikatinktur — zimmerwarm
- 50.00 ml Johanniskrautöl — zimmerwarm
- 200.00 Tropfen naturreines äth. Wintergrünöl
- 40.00 Tropfen naturreines äth. Wacholderbeerenöl — Alternativen: Alternativen: äth. Nelkenknospenöl, äth. Muskatnussöl, äth. Majoranöl
Die gereinigten Wurzeln, die Tollkirschenblätter und das Harz fein zerkleinern und zusammen mit der Ziegenbutter in einem Kochtopf für 3 Minuten auf 70° erhitzen, anschließend bei 60° eine halbe Stunde ziehen („mazerieren“) lassen, dabei gelegentlich durchrühren.
Anschließend auf dem ausgeschalteten Herd erkalten und einige Stunden zugedeckt stehen lassen.
Dann den Topf wieder etwas erwärmen und den Inhalt durch ein sehr feines Sieb (z.B. Dauerfilter) in einen weiteren sauberen Kochtopf gießen.
Bienenwachs und Wollwachsalkohol in das Kräuteröl geben und unter Rühren erhitzen, bis das Bienenwachs bei 62° - 65° geschmolzen ist. Nicht höher erhitzen, denn die Wirkung des Beinwellöls würde ab 80° Schaden nehmen!
Topf vom Herd nehmen und in der genannten Reihe die restlichen Zutaten zugeben und dabei jedes Mal gründlich einrühren: Arnikatinktur, Johanniskrautöl, zum Schluss die ätherischen Öle.
Weiterrühren, bis die Salbe abgekühlt ist und einzudicken beginnt.
Salbe abfüllen, beschriften, dunkel und kühl aufbewahren.
Haltbarkeit: 2 Jahre
Pflanzen in diesem Rezept
Haftungsausschluss: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine professionelle Beratung durch Ärzte, Apotheker oder Kräuterkundige. Das Sammeln und Verwenden von Wildpflanzen geschieht auf eigene Gefahr. Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen besteht. Mehr erfahren